In der Mittagspause gab es noch ein kleines Event, bei dem zwei Teilnehmer-Teams einen kleinen Ablauf mit den am Hasso-Plattner-Institut entwickelten BPMN-Plättchen modellieren durften. Eine prima Möglichkeit, ein ganzes Team einzubeziehen und den grundlegenden Prozessablauf zu diskutieren. Das HPI hat einen kompletten Methodenkoffer für den erfolgreichen Einsatz entwickelt. Hierzu ein paar Fotos.
Ende September ist immer noch Sommer in Potsdam! Blauer Himmel über dem Hasso-Plattner-Institut:

Eigentlich zieht einen das herrliche Spätsommerwetter nach draußen in die schöne Seen-Landschaft hier in Potsdam. Dennoch ist das Interesse der Teilnehmer auch am zweiten Tag der
Gelegentlich wird subjektorientiertes BPM als Alternative zu herkömmlichen Prozessmanagementansätzen angepriesen. So nutzt beispielsweise die Firma
Vier BPMS-Hersteller traten gestern auf der DMS Expo in Stuttgart live gegeneinander an. Es galt, einen kleinen Prozess zu modellieren und zur Ausführung zu bringen. Die Rahmenbedingungen waren nicht ganz einfach: Insgesamt war nur eine Stunde vorgesehen. Das ist nicht viel, zumal für den umzusetzenden Angebotsprozess u. a. auch die Einbindung einer Kundendatenbank und eines Smartphone gefordert war. Das war den Prozessentwicklern zwar vorher mitgeteilt worden, doch den genauen Ablauf bekamen die vier Teams erst direkt vor Beginn der Veranstaltung mitgeteilt.
Manche Kundentage von Beratungs- und IT-Firmen sind langweilig oder nerven mit zu viel Marketing. Die Camunda wählte mit der ersten BPMCon vergangene Woche in Berlin ein anderes Konzept. Vorträge im klassischen Sinne gab es nur sehr wenige. Dafür konnten die Teilnehmer in Workshops selbst aktiv werden. Und am Abend gab es noch eine „Pecha Kucha“-Session mit Kurzvorträgen über Projekte und innovative Ansätze zum BPM.
Zum Abschluss der BPM 2011 hielt der australische Modellierungsexperte Daniel Moody ein Tutorial über den Entwurf grafischer Modellierungsnotationen. Dieses Tutorial bildete aus meiner Sicht einen weiteren Höhepunkt der Tagung. Leider verzögerte sich der Beginn aufgrund eines Streiks des öffentlichen Nahverkehrs, so dass ich es nur teilweise mitbekam. Moody beschäftigt sich aus wissenschaftlicher Sicht damit, wie gut verständlich eine Notation ist. Und er stellt den meisten grafischen Notationen ein schlechtes Zeugnis aus. Bei den meisten grafischen Notationen seien die damit erstellten Modelle nachweislich ineffizienter als textuelle Beschreibung. Insbesondere für Fachanwender seien die Diagramme sehr schwer verständlich.
Was sind die wichtigsten Herausforderungen im BPM? Das war das Thema einer Podiumsdiskussion auf der BPM 2011. Ist BPM-Technologie bereits eine Sache der Vergangenheit? Immerhin haben Workflow- und Business Process Management-Syteme noch längst nicht die Verbreitung und Akzeptanz gefunden, die man sich einst versprochen hat.