Auch wenn das Thema noch relativ jung ist, gibt es dennoch bereits eine Reihe von Büchern zum Thema IT-Unternehmensarchitektur, häufig unter der englischen Bezeichnung Enterprise Architecture. Viele dieser Bücher fokussieren sehr stark auf die Modellierung und Dokumentation der verschiedenen Aspekte komplexer IT-Landschaften. Keller sieht Modelle und Architekturframeworks zwar ebenfalls als wichtig an, doch ist es für ihn noch wesentlich wichtiger, dass Unternehmensarchitekten an der Strategie-Entwicklung des Unternehmens mitwirken und das Anwendungsportofolio geeignet ausrichten können. In den Mittelpunkt seines Buches stellt er daher die verschiedenen Ziele, die mit dem Architekturmanagement verfolgt werden können, und vor allem die hierfür erforderlichen Managementprozesse.
Monat: März 2012
BPMN Markenfluss – Exklusive Pfade ohne Gateways
Heute gibt es den zweiten Teil der Videos mit den BPMN-Markenflussanimationen. Diesmal wird dargestellt, wie exklusive Verzweigungen und Zusammenführungen ohne Gateways modelliert werden. Zu den Videos. Zu Teil 1: Exklusive Gateways
Der Prozessmanagement-Reifegrad wächst
Alle zwei Jahre wird die BPM-Umfrage von BPTrends durchgeführt. Jetzt sind die Ergebnisse der vierten Befragung erschienen, wobei insbesondere der Vergleich der Ergebnisse seit 2005 interessant ist. Die Autoren der Studie lesen aus ihren Zahlen erstmals eine deutliche Veränderung hinsichtlich des Prozessmanagement-Reifegrades heraus. Es scheint mehr Unternehmen zu geben, die ein konsequentes unternehmensweites Prozessmanagement betreiben.
Um Aussagen über den Reifegrad machen zu können, wurden die Teilnehmer befragt, ob und in welchem Maße in ihrem Unternehmen bestimmte Prozessmanagement-Praktiken umgesetzt werden, wie z. B. aktualisierte Prozessdokumentationen, standardisierte Prozesse, Prozessmanagement-Ausbildung, oder die Nutzung von Performance-Daten für die Prozess-Steuerung.
Praxishandbuch mit Hinweisen zur BPMN-Einführung im Unternehmen
Es spricht für die Popularität der BPMN und natürlich auch für die Qualität des Praxishandbuchs von Jakob Freund und Bernd Rücker (Anzeige), dass dieses Werk nach zwei Jahren bereits die dritte Auflage erlebt. In der Zwischenzeit hat sich eine Menge getan, unter anderem wurde nach langer Vorbereitung die BPMN-Version 2.0 offiziell freigegeben. Da die Autoren in der OMG mitarbeiten und schon in der ersten Auflage den Entwurf der neuen BPMN-Spezifikation berücksichtigt hatten, konnten sie den überwiegenden Teil mit geringen Anpassungen übernehmen. Es finden sich daher praktisch alle Inhalte der ersten beiden Auflagen wieder. Z. T. sind die Ausführungen noch stärker auf die BPMN 2.0 als aktuelle Version ausgerichtet. Was 2010 noch brandneu war, hat sich weitgehend etabliert – zumindest soweit es Prozesse und Kollaborationen betrifft. Die neu eingeführten Choreographie- und Konversationssdiagramme spielen in der Praxis eine eher untergeordnete Rolle. Dementsprechend werden diese neuen Diagrammtypen auch weniger ausführlich behandelt.
Die Schweizer Verwaltung hat noch Potenzial für BPM
Laut einer aktuellen Umfrage hinkt die öffentliche Verwaltung hinsichtlich der Umsetzung des Prozessmanagements nach wie vor der Privatwirtschaft hinterher. Damit dürfte die Schweiz keineswegs alleine stehen, in Deutschland und anderen Nachbarländern herrscht noch mindestens genauso viel Nachholbedarf. Viele Prozesse sind rein textuell beschrieben oder allenfalls in Visio dokumentiert. Projekte beschränken sich daher häufig erst einmal auf die Dokumentation der existierenden Prozesse.
BPMN lernen – Markenfluss-Animation
Die Ablauflogik eines BPMN-Modells lässt sich am besten mit Hilfe des Markenflusses (Token Flow) erläutern und verstehen. Man stellt sich vor, beim Start eines Prozesses erzeugt das Startereignis eine Marke, die dann durch das Prozessmodell wandert, an Verzweigungen jeweils den durch Bedingungen bestimmten Weg einschlägt, sich bei parallelen Pfaden in mehrere Marken aufteilt, usw. Am Ende wird dann jede Marke von einem Endereignis verschluckt.
Besonders schön ist es, wenn man diesen Markenfluss visualisieren kann.