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	<title>Kurze Prozesse</title>
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	<description>Das BPM-Blog *</description>
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		<title>Neuauflage BPMN Method &amp; Style</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 07:53:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BPMN]]></category>
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		<category><![CDATA[BPMN 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Bruce Silver hat sein beliebtes BPMN-Buch umfassend überarbeitet. In die Neuauflage von BPMN Method and Style flossen einerseits Erfahrungen aus den BPMN-Kursen des Autors ein, andererseits ist zwischenzeitlich die Endfassung der BPMN 2.0 erschienen. Silver hat selbst an der neuen Spezifikation mitgearbeitet. Einige der Ideen aus seinem Buch wurden auch in den offiziellen Standard übernommen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0982368119/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kurzproz-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0982368119" target="_blank"><img src="http://www.kurze-prozesse.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Cover-BPMN-Method-and-Style.jpg" alt="" title="Cover BPMN Method and Style" width="153" height="188" class="alignnone size-full wp-image-1762" style="float: left; margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;"/></a>Bruce Silver hat sein beliebtes BPMN-Buch umfassend überarbeitet. In die Neuauflage von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0982368119/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kurzproz-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0982368119"  target="_blank">BPMN Method and Style</a> flossen einerseits Erfahrungen aus den BPMN-Kursen des Autors ein, andererseits ist zwischenzeitlich die Endfassung der BPMN 2.0 erschienen. Silver hat selbst an der neuen Spezifikation mitgearbeitet. Einige der Ideen aus seinem Buch wurden auch in den offiziellen Standard übernommen, insbesondere die Einteilung der BPMN-Sprachelemente in verschiedene Klassen für unterschiedliche Modellierungszwecke. So umfasst die BPMN-Palette für die deskriptive Prozessmodellierung die recht einfachen Elemente, die in Silvers Methodik für das Modellierungs-Level 1 verwendet werden. Wesentlich umfangreicher ist die Modellierungpalette für die analytische Modellierung oder das Level 2. <span id="more-1761"></span></p>
<p>Die grafische Notation selbst hat gegenüber Version 1.2 nicht viele Änderungen erfahren. Größere Neuerungen stellen vielmehr die Einführung des Metamodells, das standardisierte Austauschformat und die Ausführungssemantik für Process Engines dar. Entsprechend umfasst das Buch zwei Teile: Der erste Teil befasst sich mit der grafischen Notation. Hier finden sich auch viele Inhalte aus der ersten Auflage wieder. Der zweite Teil, der komplett neu geschrieben wurde,  behandelt vor allem den XML-basierten Austausch von beschreibenden und ausführbaren Modellen. Entsprechend richtet sich der erste Teil an alle BPMN-Nutzer, der zweite Teil hingegen vor allem an Hersteller von Modellierungswerkzeugen und Process Engines. Die z. T. umfangreichen XML-Beispiele sind für  normale Modellierer wenig hilfreich. Sie können die Lektüre daher getrost in der Mitte des Buches beenden.</p>
<div style="float:right; width:7em; border:1px solid gray; font-size:140%; color:darkgray; text-align:center; padding:10px"><strong><a href="http://www.kurze-prozesse.de/bpmbuecher/">Weitere Bücher zum Thema BPM</a></strong></div>
<p>Im ersten Teil hingegen erklärt der Autor nicht nur die einzelnen Konstrukte der BPMN, sondern erläutert auch seine Methoden- und Stil-Regeln, die dazu beitragen sollen, möglichst eindeutige und verständliche Modelle zu erstellen. Die BPMN-Spezifikation gibt eben keine Hinweise, wie man gute Modelle entwickelt. Die im Buch vorgestellte Methodik erweitert daher die BPMN um geeignete Modellierungskonventionen. Silver legt dabei vor allem Wert darauf, dass ein Diagramm keinen Interpretationsspielraum lässt, sondern den betreffenden Prozess eindeutig beschreibt. Außerdem soll die Grafik die Prozesslogik so komplett beschreiben, dass sie auch ohne zusätzliche Erläuterungen oder in Attributen versteckte Details genutzt werden kann.</p>
<p>Da die Regeln der BPMN quer durch die gesamte Spezifikation verstreut sind, dürften auch erfahrene BPMN-Modellierer davon profitieren, dass die wichtigsten Modellierungsregeln in einem eigenen Kapitel als zusammenhängende Liste zusammengefasst sind. Auch Silvers Erweiterungen &#8211; die im übrigen völlig konsistent mit dem Standard sind und lediglich die geeignete Anwendung der Spezifikation regeln &#8211; werden hier nochmals übersichtlich aufgeführt.</p>
<p>Bewusst behandelt Silver nicht den gesamten Sprachumfang, sondern nur die aus seiner Sicht relevanten Teile der BPMN. So fehlen die in der BPMN 2.0 hinzugekommenen Choreographie- und Kollaborationsdiagramme komplett, die auch in der Praxis bislang keine so große Verbreitung gefunden haben. Etwas kurz geraten ist die Erläuterung für welche Zwecke die beiden Modellierungs-Level jeweils eingesetzt werden sollten. Hier wird man als Modellierer ein wenig alleine gelassen. Im Gegensatz zur ersten Auflage wird das etwas umfangreichere Beispiel eines Autoverkaufs auch nur noch für das Level 1 ausgeführt. Die etwas unübersichtlich geratenen Level 2-Diagramme dieses Beispiels fehlen nun komplett, so dass nicht ganz klar wird, wie man für dieses Level das angestrebte Ziel der guten Verständlichkeit erreicht.</p>
<p>Trotz dieser Einschränkungen ist zumindest der erste Teil für jeden uneingeschränkt empfehlenswert, der sich ernsthaft mit der BPMN auseinandersetzen möchte.</p>
<hr/>
<p>
Silver, Bruce:<br />
BPMN Method &#038; Style. With BPMN Implementer&#8217;s Guide.<br />
2nd Edition<br />
Cody-Cassidy Press 2011<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0982368119/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kurzproz-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0982368119" target="_blank">Das Buch bei amazon.</a></p>
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		<title>Vorgestellt: Model Driven SOA</title>
		<link>http://www.kurze-prozesse.de/2012/01/08/buch-model-driven-soa/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 19:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BPMN]]></category>
		<category><![CDATA[Modellierung]]></category>
		<category><![CDATA[MDA]]></category>
		<category><![CDATA[Modellgetriebene Software-Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[SOA]]></category>
		<category><![CDATA[Software-Entwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Um eine reale Anwendung auf Basis einer service-orientierten Architektur (SOA) zu entwickeln, sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen und zu integrieren. Hierzu gehören Prozesse, Datenstrukturen, Maskenflüsse, Service-Spezifikationen und vieles mehr. Die meisten dieser Aspekte können heute mit geeigneten Notationen modelliert werden, und ein Großteil der benötigten Artefakte lässt sich aus den Modellen automatisch generieren. Die Herausforderung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3642144691/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3642144691" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1731" style="float: left; margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;" title="model-driven-soa-cover" src="http://www.kurze-prozesse.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/model-driven-soa-cover.jpg" alt="Cover Model Driven SOA" width="150" height="238" /></a>Um eine reale Anwendung auf Basis einer service-orientierten Architektur (SOA) zu entwickeln, sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen und zu integrieren. Hierzu gehören Prozesse, Datenstrukturen, Maskenflüsse, Service-Spezifikationen und vieles mehr. Die meisten dieser Aspekte können heute mit geeigneten Notationen modelliert werden, und ein Großteil der benötigten Artefakte lässt sich aus den Modellen automatisch generieren. Die Herausforderung besteht darin, die verschiedenen Aspekte zu einer sinnvollen Gesamtmethodik zu integrieren und im Rahmen einer durchgängigen Vorgehensweise anzuwenden.<span id="more-1730"></span></p>
<p>&#8220;Model Driven SOA&#8221; stellt einen solchen durchgängigen Ansatz vor. Damit hebt es sich von den meisten anderen Veröffentlichungen zu diesem Themengebiet ab, denn diese behandeln oft nur einzelne Aspekte. Doch ist beispielsweise die Generierung von ausführbaren Prozessen aus fachlichen Prozessbeschreibungen nur von begrenztem Nutzen, wenn man nicht gleichzeitig klärt, wie die Fachlogik der aufzurufenden Services spezifiziert und implementiert wird. Behandelt man solche Aspekte isoliert, so wird bei größeren Anwendungen schnell das Problem auftreten, dass man nicht mehr nachvollziehen kann, wie die verschiedenen Aspekte zusammenspielen.</p>
<div style="float:right; width:7em; border:1px solid gray; font-size:140%; color:darkgray; text-align:center; padding:10px"><strong><a href="http://www.kurze-prozesse.de/bpmbuecher/">Weitere Bücher zum Thema BPM</a></strong></div>
<p>Die im Buch dargestellte Methodik wurde aus der Praxis entwickelt. Die Autoren aus dem Hause <a href="http://www.mid.de/" target="_blank">MID</a>, dem Nürnberger Modellierungsspezialisten, nutzten ihren umfangreichen methodischen Hintergrund um ihre praktischen Erfahrungen in einen durchgängigen Ansatz zu überführen. Dieser Ansatz wird nicht nur theoretisch erläutert, sondern an dem umfassenden Beispiel eines Investionsantragsprozesses praktisch angewandt. Dieses Beispiel steht auf der <a href="http://www.mdsoa.de/" target="_blank">Website zum Buch</a> mitsamt sämtlichen benötigten Tools, Diagrammen, Quelltexten und Anleitungen zum Download zur Verfügung. Die Werkzeuge für die Implementierung und Software-Generierung sind meist Open Source. Die für die Modellierung verwendeten Tools der MID können mit der im Download enthaltenen Enterprise-Lizenz sechs Monate lang getestet werden.</p>
<p>Die angewandte Vorgehensweise umfasst vier Phasen:</p>
<ol>
<li><strong>Initiation:</strong> Hier geht es darum, die fachlichen Anforderungen zu verstehen. Im Fokus stehen die Geschäftsprozesse und die darin verwendeten Daten. Weitere Anforderungen werden in Form von Texten dokumentiert.</li>
<li><strong>System Evaluation:</strong> In dieser Phase wird die Funktionalität beschrieben und strukturiert, u. a. mit Hilfe von BPMN-Diagrammen, UML-Modellen und Maskenflüssen.</li>
<li><strong>Architecture Projection</strong>: Die Ergebnisse der System Evaluation werden in einer Softwarearchitektur umgesetzt. Dabei werden insbesondere die Komponenten und ihre Schnittstellen dargestellt sowie ggf. ein konzeptionelles Datenmodell.</li>
<li><strong>Software Construction und Deployment:</strong> Hier wird das implementierbare System entwickelt, wobei Sourcecode, Datenbank und weitere Artefakte generiert werden.</li>
</ol>
<p>Die Ergebnisse der einzelnen Phasen bauen konsequent aufeinander auf, wobei aber auch eine iterative Entwicklung möglich ist. So können in jeder Iteration die genannten Phasen für einzelne Funktionen oder Komponenten durchlaufen werden. Wichtig ist die Nachvollziehbarkeit über die verschiedenen Phasen hinweg. Die Verwaltung der entsprechenden Abhängigkeiten macht es möglich, Änderungen konsistent über alle Ebenen umzusetzen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Wartung und Weiterentwicklung der Anwendung.</p>
<p>Das Buch richtet sich an Software-Architekten und Projektleiter, die Erfahrungen in der Entwicklung größerer Softwaresysteme haben und konkrete Hinweise für den Aufbau und die Weiterentwicklung ihrer eigenen SOA-Methodik suchen. Die Darstellungen und Erläuterungen gehen oftmals bis in die Details. Damit lässt sich einerseits genau nachvollziehen, wie die vorgestellten Ansätze tatsächlich funktionieren. Andererseits macht es die Lektüre nicht ganz einfach. Für Einsteiger in die Thematik ist das Buch daher weniger geeignet.</p>
<p>Viele der erläuterten Modellierungsaspekte beziehen sich konkret auf Funktionalitäten der Tools von MID. Zwar sind die Prinzipien und Vorgehensweisen auch unabhängig von diesen Tools gültig und nützlich, doch wird der Nutzen aus dem Buch für die Leser höher sein, die selbst die MID-Tools einsetzen oder sie kennen lernen wollen. Mit der angebotenen Evaluationsversion wird dafür eine gute Möglichkeit geboten.</p>
<p>Wer wissen will, wie SOA-Entwicklung wirklich funktioniert, wird in diesem Buch fündig. Um den größtmöglichen Nutzen zu erreichen, sollte man bereit sein, einige Zeit in die Arbeit mit dem Buch und dem angebotenen Download zu stecken.</p>
<hr />
<p>Rempp, G.; Akermann, M.; Löffler, M.; Lehmann, J.:<br />
Model Driven SOA. Anwendungsorientierte Methodik und Vorgehen in der Praxis.<br />
Springer Berlin Heidelberg 2011.<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3642144691/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3642144691" target="_blank">Das Buch bei amazon.</a></p>
<p><a href="http://www.mdsoa.de/" target="_blank">Website zum Buch mit Downloads</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Prozessmanagement in der Verwaltung &#8211; Schweizer Online-Forum</title>
		<link>http://www.kurze-prozesse.de/2011/12/16/prozessmanagement-in-der-verwaltung-schweizer-online-forum/</link>
		<comments>http://www.kurze-prozesse.de/2011/12/16/prozessmanagement-in-der-verwaltung-schweizer-online-forum/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 11:21:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BPM]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Schweiz gibt es eine sehr aktive Community, die das Thema Prozessmanagement als wichtige Voraussetzung für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung vorantreibt. Dies wurde auch kürzlich wieder auf dem BPMN Anwendertag in Luzern deutlich. Wer die Diskussion dieser Thematik verfolgen will, die nicht nur aus Schweizer Sicht interessant ist, sollte sich einmal das Forum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Schweiz gibt es eine sehr aktive Community, die das Thema Prozessmanagement als wichtige Voraussetzung für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung vorantreibt. Dies wurde auch kürzlich wieder auf dem <a href="http://www.kurze-prozesse.de/2011/11/23/bpmn-luzern-anwendertag/">BPMN Anwendertag in Luzern</a> deutlich. Wer die Diskussion dieser Thematik verfolgen will, die nicht nur aus Schweizer Sicht interessant ist, sollte sich einmal das <a href="http://verwaltungsmodernisierung.ning.com/" target="_blank">Forum zur Verwaltungsmodernisierung</a> ansehen, das jüngst auf die <a href="http://de.ning.com/" target="_blank">Ning-Plattform</a> umgezogen ist. Auch ein Blick in die <a href="http://www.ech.ch/vechweb/page?p=page&#038;site=/Gremien/Fachgruppen/Geschaeftsprozesse/Dokumente" target="_blank">Dokumente der eCH-Fachgruppe Geschäftsprozesse</a> ist lohnenswert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leitfäden für das Enterprise Architecture Management</title>
		<link>http://www.kurze-prozesse.de/2011/12/07/leitfaden-fur-das-enterprise-architecture-management/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 16:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Modellierung]]></category>
		<category><![CDATA[EAM]]></category>
		<category><![CDATA[Enterprise Architecture]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Management]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensarchitektur]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gerade erschienene Buch &#8220;Enterprise Architecture Management &#8211; einfach und effektiv&#8221; von Inge Hanschke trägt den Untertitel &#8220;Ein praktischer Leitfaden für die Einführung von EAM&#8221;. Das verwundert zunächst ein wenig, denn erst vor eineinhalb Jahren hat dieselbe Autorin die zweite Auflage eines Buchs mit dem ganz ähnlichen Untertitel &#8220;Ein praktischer Leitfaden für das Enterprise Architecture [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446426949/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446426949" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1686" style="float: left; margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;" title="Cover Enterprise Architecture Management" src="http://www.kurze-prozesse.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Enterprise-Architecture-Management-Cover.jpg" alt="" width="120" height="151" /></a>Das gerade erschienene Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446426949/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446426949" target="_blank">&#8220;Enterprise Architecture Management &#8211; einfach und effektiv&#8221;</a> von Inge Hanschke trägt den Untertitel &#8220;Ein praktischer Leitfaden für die Einführung von EAM&#8221;. Das verwundert zunächst ein wenig, denn erst vor eineinhalb Jahren hat dieselbe Autorin die zweite Auflage eines Buchs mit dem ganz ähnlichen Untertitel &#8220;Ein praktischer Leitfaden für das Enterprise Architecture Management&#8221; veröffentlicht. Und in der Tat gibt es eine Reihe von Inhalten, die in beiden Büchern vorkommen. Welches der beiden Bücher sollte man lesen? Kann es sich trotz der Überschneidungen lohnen, beide Bücher zu lesen?<span id="more-1685"></span></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446422579/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446422579" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1697" style="float: left; margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;" title="Cover Strategisches Management der IT-Landschaft" src="http://www.kurze-prozesse.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Strategisches-Management-der-IT-Landschaft-Cover.jpg" alt="" width="120" height="151" /></a>Der eigentliche Titel des zuerst erschienenen Buchs mit dem blauen Cover, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446422579/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446422579" target="_blank">&#8220;Strategisches Management der IT-Landschaft&#8221;</a>, deutet bereits darauf hin, dass das Themengebiet etwas weiter gefasst ist. Zwar steht das Enterprise Architecture Management (EAM) im Mittelpunkt, doch finden sich darüber hinaus auch Kapitel zur strategischen IT-Planung, zur konkreten Gestaltung der Informationssystem-Landschaft durch das IT-Bebauungsmanagement und zum Technologiemanagement, d. h. der Beobachtung und Nutzung neuer technologischer Entwicklungen. Zwar bietet es, wie der Untertitel verspricht, viele praktische Hinweise und Handlungsempfehlungen, doch liegt der Fokus im Vergleich zum neuen Buch stärker auf einführenden Erläuterungen und dem Gesamtzusammenhang im Rahmen des IT-Managements.</p>
<p>Das neu erschienene Buch mit der grünen Titelseite, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446426949/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446426949" target="_blank">&#8220;Enterprise Architecture Management &#8211; einfach und effektiv&#8221;</a>, folgt noch konsequenter der Idee, einen Leitfaden für den Praktiker bereitzustellen. Kurz gesagt sollten Einsteiger und Leser, die den EAM-Ansatz von Hanschke kennen lernen wollen, zum blauen Buch greifen. Wer selbst für das EAM im Unternehmen zuständig ist, für den stellt vor allem das grüne Buch eine umfangreiche Fundgrube konkreter, praxiserprobter Anleitungen und Empfehlungen für die eigene Arbeit dar.</p>
<p>Zweck einer Unternehmensarchitektur (Enterprise Architecture) ist es laut Hanschke, eine gesamthafte Sicht auf das Unternehmen zu schaffen. Hierbei werden fachliche und IT-Strukturen festgelegt und miteinander verknüpft. Es entsteht eine gemeinsame Sprachbasis zwischen Business und IT. Beide Bücher haben dabei einen deutlichen IT-Fokus, d. h. Themen wie organisatorische Maßnahmen für Prozessverbesserungen werden nicht behandelt. Auch die vorgestellten EAM-Modelle enthalten zwar Informationen über die Geschäftsprozesse des Unternehmens, doch nur soweit diese direkt für das IT-Management von Bedeutung sind.</p>
<p>Im Folgenden wird das grüne Buch &#8211; der neu erschienene EAM-Einführungsleitfaden &#8211; näher vorgestellt. Zunächst wird EAM als zentraler Baustein des strategischen IT-Managements eingeführt. Es sorgt für Transparenz, stellt eine gemeinsame Basis für das Business-IT-Alignment zur Verfügung und unterstützt die strategische Planung und Steuerung der IT, etwa durch Vorschläge für die Soll-Bebauung oder eine IT-Roadmap. Recht ausführlich werden die Nutzenpotenziale des EAM diskutiert. Sie bilden die Basis für einen Argumentationsleitfaden, mit dem die Unternehmensführung von der Einführung des EAM überzeugt werden soll.</p>
<p>Der von Hanschke entwickelte Best-Practice-EAM-Ansatz konsolidiert die Erfahrung aus vielen Projekten. Im Gegensatz zu anderen Frameworks, wie z. B. dem <a href="http://www.zachman.com/" target="_blank">Zachman Framework</a> oder <a href="http://www.opengroup.org/togaf/" target="_blank">TOGAF (The Open Architecture Framework)</a>, die recht abstrakt sind und eher die Grundlage zur Entwicklung einer unternehmenseigenen EAM-Methode darstellen, ist das Best-Practice-EAM pragmatischer und kann direkt eingesetzt werden, u. a. dank einer Reihe von Schritt-für-Schritt-Anleitungen.</p>
<p>Best Practice EAM besteht aus:</p>
<ul>
<li><strong>Best-Practice-Unternehmensarchitektur</strong>: Sie setzt die wesentlichen Elemente aus Business und IT in Beziehung zueinander, wie z. B. Prozesse, Geschäftseinheiten, Geschäftsobjekte, Informationssysteme, Schnittstellen usw. Damit bildet sie das Fundament des Ansatzes.</li>
<li><strong>Visualisierungen:</strong> Die Inhalte einer Enterprise Architecture können auf ganz unterschiedliche Weise visualisiert werden, z. B. in Form von Portfolio-Grafiken, Bebauungsplänen oder Roadmaps.</li>
<li><strong>Analyse-Muster</strong> dienen der Identifikation von Handlungsbedarf und Optimierungspotenzial der IT-Landschaft.</li>
<li><strong>Stakeholder-Gruppen und -Sichten</strong> helfen den konkreten Informationsbedarf der relevanten Zielgruppen zu erfüllen.</li>
<li><strong>Einsatzszenarien</strong>: Für zahlreiche Einsatzszenarien im operativen und strategischen IT-Management sowie bei der Weiterentwicklung des Geschäfts wird beschrieben, welche Bestandteile des EAM-Ansatzes wichtig sind und wie sie dafür eingesetzt werden.</li>
<li><strong>Methode und Muster für die strategische Planung der IT-Landschaft:</strong> Im Fokus stehen hierbei vor allen die Bebauungsplanung der IT-Landschaft und die technische Standardisierung.</li>
<li><strong>EAM Governance</strong> umfasst Rollen, Verantwortlichkeiten, Regeln und Prozesse zur Pflege und Weiterentwicklung der Unternehmensarchitektur.</li>
<li><strong>Vorgehensweise</strong> für die EAM-Einführung und Weiterentwicklung</li>
</ul>
<p>Die genannten Aspekte werden ausführlich und praxisorientiert dargestellt, so dass man die beschriebenen Vorgehensweisen direkt umsetzen kann. Insbesondere für Praktiker dürfte das Buch wesentlicher nützlicher sein als die meisten anderen Veröffentlichungen und die gängigen Frameworks zum EAM. Selten wird EAM so konkret und fassbar dargestellt wie bei Hanschke. Freilich ist auch Best-Practice-EAM recht umfangreich und wirkt beim ersten Durchlesen etwas komplex. Sicherlich hilft es, den Rat der Autorin zu befolgen und nur die tatsächlich benötigten Inhalte soweit auszuarbeiten, wie sie zur Beantwortung der konkret im Unternehmen wichtigen Fragestellungen erforderlich sind. In vielen Fällen wird man mit vergleichsweise abgespeckten Modellen auskommen. </p>
<p>Ein umfangreicher, als Download erhältlicher Anhang liefert weitere detaillierte Muster, Hilfestellungen und Modellierungskonventionen.  Wer sich für die Bücher von Inge Hanschke interessiert, sollte sich auch einmal die EAM-Software <a href="http://iteraplan.de/" target="_blank">iteraplan</a> ansehen, die auf dem Best-Practice-EAM-Ansatz beruht. Man kann sie direkt online ausprobieren oder sich die kostenfreie Community-Edition herunterladen.</p>
<p>Für 2012 sind zwei weitere Bücher von Inge Hanschke angekündigt, die die betriebswirtschaftliche Ebene im Fokus haben. Das eine behandelt das strategische Prozessmanagement, das andere die Business-Analyse. Man darf gespannt sein.</p>
<hr />
<p>Inge Hanschke:<br />
Strategisches Management der IT-Landschaft.<br />
Ein praktischer Leitfaden für das Enterprise Architecture Management.<br />
2., erweiterte Auflage.<br />
Hanser 2010.<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446422579/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446422579" target="_blank">Das Buch bei amazon.</a></p>
<p>Inge Hanschke:<br />
Enterprise Architecture Management &#8211; einfach und effektiv.<br />
Ein praktischer Leitfaden für die Einführung von EAM.<br />
Hanser 2012.<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446426949/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446426949" target="_blank">Das Buch bei amazon.</a></p>
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		<title>BPMN Luzern: Anwendertag</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 08:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der zweite Tag der BPMN 2011 war wieder der Praxis gewidmet. Einen Schwerpunkt bildete dabei die öffentliche Verwaltung, die mit einem eigenen, gut besuchter Track vertreten war. Die hohe Bedeutung des Prozessmanagements und der BPMN als gemeinsame Sprache in der Schweizer Verwaltung wurde bereits in der Eröffnungskeynote hervorgehoben. Mit Peter Fischer, dem Leiter des Informatikstrategieorgans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der zweite Tag der BPMN 2011 war wieder der Praxis gewidmet. Einen Schwerpunkt bildete dabei die öffentliche Verwaltung, die mit einem eigenen, gut besuchter Track vertreten war. Die hohe Bedeutung des Prozessmanagements und der BPMN als gemeinsame Sprache in der Schweizer Verwaltung wurde bereits in der Eröffnungskeynote hervorgehoben. Mit Peter Fischer, dem Leiter des Informatikstrategieorgans des Bundes, hatten die Veranstalter einen prominenten Referenten gewonnen. <span id="more-1668"></span>Er betonte, wie wichtig durchgängige Prozesse über alle Ebenen seien. Die föderalen, dezentralen Strukturen der Schweizer Verwaltung machen dies jedoch nicht immer ganz einfach. Als Beispiel für das Reengineering eines Prozesses nannte Fischer das Baubewilligungsverfahren. Bislang muss letztlich der Kunde den Ablauf steuern und selbst die verschiedenen Genehmigungen diverser Ämter einholen. In Zukunft könnte der Prozess so aussehen, dass der Antrag bei einer zuständigen Behörde eingereicht wird, die dann den kompletten Prozess steuert und die Abfragen bei den anderen Ämtern durchführt. Viele dieser Abfragen ließen sich prinzipiell auch automatisieren.</p>
<p>Ein wichtiges Instrument zur Förderung des Prozessmanagements und einheitlicher Strukturen in der Schweizer Verwaltung sind eCH-Standards. Hier werden einheitliche Dokumentations- und Modellierungsstrukturen definiert. Für die Prozessmodellierung ist hierbei BPMN vorgegeben. Wie mehrere Vorträge  aus verschiedenen Bundesämtern, Kantonen und Gemeinden bewiesen, werden diese Standards in der Praxis sehr gut angenommen. Damit unterscheidet sich die Situation in der Schweiz deutlich von der in Deutschland, wo in den verschiedenen Verwaltungen eine Vielfalt ganz unterschiedlicher Notationen und Werkzeuge eingesetzt wird. Diesem Thema widmet sich das ebenfalls auf der Tagung vorgestellte Projekt der &#8220;Nationalen Projektbibliothek&#8221; in Deutschland. Dort wird eine Plattform entwickelt, auf der alle Verwaltungen und Behörden Prozessmodelle hochladen und austauschen können &#8211; unabhängig von den verwendeten Tools und Notationen. Ergänzt werden die modellbezogenen Funktionen &#8211; wie Suchen, Anzeigen, Downloaden oder Editieren &#8211; um Social Software-Komponenten, über die sich z. B. Benutzer bestimmter Regionen, Behörden oder Funktionen zusammenschließen und austauschen können.</p>
<p>Ich besuchte mehrere Vorträge, die sich mit Vorgehensweisen und dem geeigneten Methodenmix in Projekten auseinandersetzten. Beispielsweise berichtete Daniel Albisser von der Firma ipt über ein System, mit dem Stromlieferanten und Großkunden die Stromlieferungen zeitlich abstimmen und planen können. Für die Entwicklung wurde ein Methodenset aus BPMN-Prozessmodell, Business Objekt-Modell, Service Design-Modell und Geschäftsregelspezifikation verwendet. Zum großen Teil wurde die Anwendung direkt aus diesen Modellen generiert. Vorteil ist die schnelle Änderbarkeit. Insbesondere die konsequente Trennung von Prozessablauf, Geschäftsregeln und Parametrisierung erwies sich als hilfreich, da diese drei Aspekte unterschiedlichen Änderungszyklen unterliegen. Das System ermöglicht insbesondere, dass Parameter und Regeln direkt von den jeweiligen Fachanwendern geändert werden konnten.</p>
<p>Als aktuelles Thema tauchte immer wieder das Adaptive Case Management als aktuell propagierter Ansatz zur Unterstützung wissensintensiver, nicht genau vorhersehbarer Prozesse auf. Die verschiedenen Referenten waren sich jedoch weitgehend einig, dass dieser Ansatz eher eine wichtige Ergänzung der bestehenden Prozessmanagement-Konzepte ist &#8211; und diese nicht etwa überflüssig macht. Der in verschiedenen Blogs erbittert geführten Methodenstreit wird daher als viel zu dogmatisch empfunden. Hierbei wurde auch über die &#8220;Case Management Model and Notation&#8221; (CMMN) diskutiert, die derzeit bei der OMG entwickelt wird. Verschiedene Teilnehmer stellten in Frage, ob ein solcher Standard sinnvoll ist.</p>
<p>Natürlich durften auch die Toolhersteller nicht fehlen. So präsentierte Microsoft die BPMN-Modellierung in Visio. Es sind nicht nur einige nützliche Modellierungsfeatures implementiert, wie z. B. die Erzeugung eines Unterprozesses aus einem selektierten Modellausschnitt, sondern auch eine Validierungsfunktion, mit der man überprüfen kann, ob alle Regeln der BPMN-Spezifikation eingehalten sind. Allerdings ist momentan erst die Version BPMN 1.2 implementiert. Wer BPMN 2.0 benötigt, kann aber auf Add Ons verschiedener Microsoft-Partner zugreifen.</p>
<p>SAP setzt in immer mehr Bereichen konsequent auf BPMN als Standardnotation. Auch die SAP-Kunden werden künftig kaum noch um die Nutzung und Erweiterung von BPMN-Modellen im Rahmen herumkommen. Ob es um die Dokumentation und Anpassung der ERP-Standardprozesse, die kollaborative Prozessentwicklung mit SAP Streamwork, die Spezifikation ausführbarer Prozesse mit Netweaver BPM oder die Visualisierung des Prozessmonitoring geht &#8211; immer kommt BPMN zum Einsatz. Als Neuentwicklung stellte Volker Stiehl die Modellierung von Enterprise Integration Patterns vor, über die verschiedene Integrationsszenarien mehrerer zu koppelnder Systeme spezifiziert werden können. Und schließlich setzt auch die Software AG immer stärker auf die BPMN. Zwar findet sich im vorgestellten BPM-Kreislauf nach wie vor zumindest für die rein fachliche Modellierung noch die EPK, doch antwortete Peter Brosi auf eine entsprechende Nachfrage, dass Unternehmen, die noch keine EPK-Modelle nutzen, gleich mit BPMN beginnen können.</p>
<p>Auf reges Interesse stieß insbeondere die Keynote von Bruce Silver, einem der bekanntesten und einflussreichsten BPMN-Experten. Im Vorfeld hatte er erläutert, dass er aber zugleich einer der größten Kritiker der BPMN sei. Dennoch: BPMN sei vielleicht nicht die weltbeste Prozessmodellierungssprache &#8211; aber ein Standard. Er stellte die von ihm entwickelten Regeln zur Modellierung sowie zu Modellexport und Ausführung vor. Erstere richten sich vor allem an die Modellierer. Sie dienen dazu, Modelle möglichst präzise und eindeutig zu machen. Die Export- und Ausführungsregeln richten sich vor allem an Toolhersteller. Ihre Einhaltung ermöglicht u. a. eine bessere Austauschbarkeit zwischen Tools und die einheitliche Interpretation durch Process Engines. Diese Regeln sind in der gerade erschienenen Neuauflage seines Buchs &#8220;BPMN Method &amp; Style&#8221; näher beschrieben. Nächstes Frühjahr wird es davon auch eine deutsche Übersetzung geben.</p>
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		<title>BPMN-Workshop, Teil 2</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 16:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Nachmittagssitzung begann mit einem Vortrag von Matthias Kunze vom Hasso-Plattner Institut. Er stellte eine Auswertung von knapp 2000 Prozessmodellen vor, die hauptsächlich von Studenten und Dozenten an Hochschulen erstellt wurden. Als Methoden kamen EPKs und BPMN zum Einsatz, das verwendete Tool war Signavio. Es zeigte sich, dass EPKs meist etwas größer als BPMN-Modelle sind. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachmittagssitzung begann mit einem Vortrag von Matthias Kunze vom Hasso-Plattner Institut. Er stellte eine <strong>Auswertung von knapp 2000 Prozessmodellen</strong> vor, die hauptsächlich von Studenten und Dozenten an Hochschulen erstellt wurden. Als Methoden kamen EPKs und BPMN zum Einsatz, das verwendete Tool war Signavio. Es zeigte sich, dass EPKs meist etwas größer als BPMN-Modelle sind. Allerdings sind die allermeisten Modelle sind nicht sehr komplex. Es gibt wenige Zyklen und parallele Abläufe.<span id="more-1655"></span> In beiden Notationen wird zumeist ein sehr eingeschränkter Sprachumfang verwendet, wobei die Zahl der unterschiedlichen in einem Modell verwendeten Konstrukte in BPMN-Modellen etwas größer ist. Aus den jeweils am häufigsten verwendeten Konstrukten zogen die Forscher den bemerkenswerten Schluss, dass BPMN stärker für die Modellierung von Business-Aspekten verwendet wird als EPK.</p>
<p>Cesare Pautasso diskutierte die Frage, wie man die Nutzung von <strong>REST-basierten Services in Prozessen</strong> modellieren kann. REST (Representational State Transfer) bezeichnet einen Architekturstil für Web-Services, bei dem Ressourcen, wie z. B. Kundendaten, über eine eindeutige Web-Adresse angesprochen werden können. Zur Nutzung und Bearbeitung dieser Ressourcen stehen einheitliche Operationen zum Ändern, Lesen und Löschen zur Verfügung. Ziel der vorgeschlagenen Erweiterung ist es, die Nutzung solcher Ressourcen in ausführbaren Prozessmodellen sichtbar zu machen. Zur Modellierung externer Ressourcen wird ein Datenspeicher mit einem speziellen Symbol verwendet, die Aufrufe der REST-Operationen werden als Nachrichtenflüsse zu diesen Ressourcen modelliert. Es lassen sich aber auch Tasks oder ganze Prozesse in Form von Ressourcen zur veröffentlichen. Hierzu werden sie im Modell mit entsprechenden Symbolen versehen. Als Ergebnis stehen REST-Schnittstellen zur Verfügung, über die man z. B. alle Instanzen eines Prozesses erhalten kann.</p>
<p>Christine Natschläger stellte eine<strong> BPMN 2.0-Ontologie</strong> vor. Eine solche Ontologie beschreibt die Konzepte, Beziehungen und Regeln eines bestimmten Anwendungsbereichs, in diesem Fall der BPMN. Sie kann dazu dienen, die in der BPMN-Spezifikation nur textuell und mit einigen Diagrammen beschriebene BPMN einheitlich abzubilden, Widersprüche in de Beschreibungen aufzudecken und eine automatische Syntaxüberprüfung zu ermöglichen.</p>
<p>Philipp Effinger von der Universität Tübingen zeigte eine Sammlung von <strong>Layout-Patterns für BPMN-Modelle</strong>, die die Verständlichkeit erhöhen sollen. Beispiele solcher Patterns sind das geometrische Pattern (gleichmäßige Verteilung von Elementen) oder das Gateway-Pattern, bei dem sich alle Elemente zwischen verzeigendem und zusammenführenden Gateway auch optisch zwischen diese Gateways befinden müssen, d. h. in einem horizontalen Diagramm rechts vom verzweigenden und links vom zusammenführenden Gateway. Das Team der Uni Tübingen entwickelte auch Algorithmen, mit denen existierende Modelle automatisch gemäß den Patterns umgestaltet werden können.</p>
<p>Yvette Hoekstra von Capgemini erläuterte ein Vorgehen zur integrierten Modellierung und Automatisierung von<strong> Geschäftsprozessen und Geschäftsregeln</strong>. Es besteht aus den Phasen Wissenssammlung, Strukturierung, Formalisierung und Implementierung. Die schwierigste Frage ist, was im Einzelnen als Prozess und was als Regel zu modellieren ist. BPMN und Notationen für die Modellierung von Business Regeln sind bisher sehr stark voneinander isoliert.</p>
<p>Mit der <strong>Choreographie-Modellierung</strong> beschäftigt sich Mario Cortes-Cornax von der Universität Grenoble. In seinem Vortrag ging es um die Frage, wie gut die in BPMN 2.0 neu eingeführten Choreographie-Diagramme geeignet sind. Bei der Untersuchung wurden einige Defizite der BPMN Choreographie-Modelle entdeckt. So ist es beispielsweise nicht möglich, Mehrfachnachrichten zu modellieren oder die Weitergabe von Referenzen auf Geschäftspartner. Auch die grafische Darstellung ist nicht immer ideal. So unterscheidet sich eine normalen Choreographie-Aktivität von einer Aufruf-Choreographie-Aktivität nur durch die Strichstärke des Randes. Trotz dieser Schwächen ist die BPMN nach Mario&#8217;s Ansicht insgesamt recht gut geeignet für die Choreographie-Modellierung.</p>
<p>Alexandru Caracas von IBM Research demonstrierte, wie man <strong>drahtlose Sensornetzwerke</strong> mit BPMN modellieren und hieraus Code generieren kann. Hierbei geht es u. a. um Aspekte der Synchronisation, der Kommunikation und des Zeitverhaltens. BPMN erwies sich als gut geeignet. Wünschenswert wäre noch die Hierarchisierung von Pools.</p>
<p>Der Einsatz der BPMN zur Modellierung einer <strong>Enterprise Architecture</strong> demonstrierte Ricardo Seguel von der Technischen Universität Eindhoven am Beispiel eines Krankenhauses. Hierbei wird BPMN auf allen vier der hier verwendeten Ebenen eingesetzt: Process Architecture, Business Design, Process Logic, IT Process Support. Die Implementierung erfolgte hierbei auf Basis eines BPMS. Auf den höheren Ebenen werden hierbei keine echten Sequenzflüsse im strikten BPMN-Sinne verwendet, sondern eher</p>
<p>Luis Stroppi stellte die Arbeit einer Arbeitsgruppe aus Brasilien, Frankreich und Argentinien vor, die häufig auftretende <strong>Workflow Activity Patterns</strong> definiert und mit BPMN modelliert haben. Beispiele hierfür sind unterschiedliche Varianten von Genehmigungen, Verarbeitung von Anfragen, Benachrichtigungen oder Entscheidungen.</p>
<p>Im abschließenden Vortrag beschäftigte sich Klaus Sperner von SAP Research  mit Entity-basierten Konzepten in Prozessmodellen. Um <strong>Abläufe für das &#8220;Internet der Dinge&#8221;</strong> zu modellieren wird empfohlen, Konzepte wie physische Objekte, sowie Aktoren- und Sensoren-Tasks einzuführen.</p>
<p>Auf dem heutigen Workshop zeigte sich deutlich, dass sich die wissenschaftliche Community nicht mehr nur mit formalen Aspekten von BPMN-Modellen oder ihre Transformation in andere Repräsentationen, wie z. B. BPEL, beschäftigt. Stattdessen rückt zunehmend die sinnvolle Anwendung der Notation für verschiedene Bereiche in den Mittelpunkt &#8211; und verstärkt auch die Sicht des Business auf die Prozesse. Das ist auf jeden Fall erfreulich.</p>
<p>Eine interessante Frage ist, wie die BPMN-Community mit den zahlreichen vorgeschlagenen BPMN-Erweiterungen umgeht. Die in einer Diskussion aufgekommene Idee, eine Plattform zur Sammlung solcher Erweiterungen zu schaffen, ist daher durchaus überlegenswert. Möchte man Modelle für bestimmte Anwendungsbereiche und Modellierungszwecke erstellen, so könnte man dort nachsehen, ob es bereits geeignete BPMN-Erweiterungen gibt. Bislang scheint es auch kaum BPMN-Tools geben, die eine gute Möglichkeit zur Nutzung des BPMN-Erweiterungsmechanismus zu geben. Andererseits, so wurde in der Diskussion angemerkt, sollte man inhaltliche Erweiterungen auch nur dann anbringen, wenn sie wirklich Vorteile bringen.</p>
<p>Jan Mendling kündigte noch an, dass der nächste BPMN-Workshop am 12. und 13. September 2012 an der Wirtschaftsuniversität Wien stattfindet.</p>
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		<title>BPMN-Workshop 2011 in Luzern</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 11:25:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[BPMN 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule Luzern]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastgeber der diesjährigen BPMN-Konferenz ist die Hochschule Luzern. Die Versanstaltung besteht wieder aus zwei Teilen: Einer wissenschaftlichen Tagung, gefolgt von einem Anwendertag, bei dem die Schweizer BPMN-Szene sehr stark vertreten ist. Hier modelliert vor allem die öffentliche Verwaltung ihre Prozesse häufig mit dem neuen Standard. Für die Eröffnungskeynote war Stephen White, einer der &#8220;Väter&#8221; der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gastgeber der diesjährigen BPMN-Konferenz ist die Hochschule Luzern. Die Versanstaltung besteht wieder aus zwei Teilen: Einer wissenschaftlichen Tagung, gefolgt von einem Anwendertag, bei dem die Schweizer BPMN-Szene sehr stark vertreten ist. Hier modelliert vor allem die öffentliche Verwaltung ihre Prozesse häufig mit dem neuen Standard.</p>
<p>Für die Eröffnungskeynote war Stephen White, einer der &#8220;Väter&#8221; der BPMN, vorgesehen. Leider konnte er den Vortrag wegen eines Trauerfalls nicht halten. Kurzfristig sprang Bruce Silver mit einem Vortrag über die Version 2.0 der BPMN-Spezifikation ein. Da mein Zug erst später ankam, verpasste ich diese Präsentation. Allerdings wird Bruce seinen für den morgigen Anwendertag vorgesehenen Vortrag wie angekündigt halten.</p>
<p>Hagen Völzer von IBM hielt den ersten wissenschaftlichen Vortrag. Er befasste sich mit <strong>zusammenführenden OR-Gateways</strong>. <span id="more-1645"></span>Für Automatisierungs- und Simulationstools sind diese Gateways etwas schwierig. Eine  solche, inklusive Zusammenführung wartet nämlich auf sämtliche zusammengehörende Marken, die über alle eingehenden Sequenzflüsse ankommen können. Die Schwierigkeit besteht nun darin, zu ermitteln, welche Marken über ein komplexes Prozessmodell noch ankommen können. Hagen Völzer stellte einen Algorithmus vor, mit dem sich dies schneller als bisher ermitteln lässt.</p>
<p>Marco Brambilla vom Politecnico di Milano präsentierte eine <strong>Erweiterung der BPMN um Social BPM-Aspekte</strong>. Hierbei werden Tasks und Ereignisse um soziale Interaktionen erweitert. So kann man beispielsweise modellieren, dass aus einem Task heraus eine Community in einem sozialen Netzwerk zur Kommentierung oder zu einer Abstimmung eingeladen wird. Brambilla und seine Kollegen haben eine Reihe von Social BPM Design Patterns identifiziert, wie z. B. skill search, social sourcing, ranking, etc., die mit der BPMN-Erweiterung modelliert werden können. Der Ansatz wurde in dem Modellierungs- und Softwaregenerierungswerkzeug WebRatio implementiert. Marco zeigte ein Demo, das man auf der Website <a href="http://www.bpm4people.org" target="_blank">www.bpm4people.org</a> ansehen kann.</p>
<p>Die BPMN umfasst einen Erweiterungsmechanismus, mit dem man die BPMN anreichern kann, um zusätzliche Sachverhalte zu modellieren. Eine argentinische Forschungsgruppe hat eine Methode entwickelt, um solche <strong>Erweiterungen mit Hilfe von UML-Modellen zu definieren</strong> und in ein entsprechendes XML Schema zu übersetzen. In der anschließenden Diskussion kam der Vorschlag auf, eine Plattform für den Austausch von BPMN-Erweiterungen aufzubauen, da es mittlerweile eine ganze Reihe von vorgeschlagenen Erweiterungen gibt.</p>
<p>Daniel Ritter von der SAP zeigte, wie man die<strong> BPMN zur Modellierung von Business-Netzwerken</strong> nutzen kann. Dabei geht es um die integrierte Modellierung aller Aspekte von Netzwerken aus verschiedenen Geschäftspartnern. Neben den Geschäftsbeziehungen gehört dazu auch die technische Integrationsebene. Hierbei ergaben sich eine Reihe von Herausforderungen. So lassen sich z. B. die Teilnehmer von Konversationen nicht hierarchisieren. Ebenso fehlen Möglichkeiten zur expliziten Modellierung technischer Integrationsaspekte, wie z. B. Interfaces und Bindings. In der Diskussion wies Bruce Silver darauf hin, dass das BPMN-Konzept der Participants überladen ist. Zum einen dienen Participants zur Darstellung von Geschäftspartnern in Konversationsdiagrammen, zum anderen werden Participants als Pools abgebildet und beziehen sich damit auf einzelne Prozesse.</p>
<p>Marco Brambilla gab noch eine zweite Präsentation, diesmal zum Thema <strong>Model Driven Engineering mit WebRatio</strong>. Das Vorgehen beginnt mit einer Business Process Spezifikation in BPMN. Sie wird manuell zu einem Choreography-Modell erweitert, das dann automatisiert in Anwendungsmodelle in WebML überführt wird. Diese können manuell weiter verfeinert werden, bevor daraus eine komplette Webanwendung generiert wird.</p>
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		<title>Aktuelle Studien zu Prozess- und Peformance-Management</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 13:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BPM]]></category>
		<category><![CDATA[BARC]]></category>
		<category><![CDATA[PwC]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Würzburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Einmal mehr bestätigt die Studie &#8220;Zukunftsthema Geschäftsprozessmanagement&#8221; von PwC und der Universität Würzburg, dass die meisten Unternehmen zwar die Bedeutung der Prozesse für den Unternehmenserfolg betonen, aber nur ein kleiner Teil von ihnen bereits ein effizientes Prozessmanagement aufgebaut hat. Nur fünf Prozent der 239 befragten Führungskräfte aus Deutschland und Österreich schätzten den Entwicklungsstand ihres eigenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal mehr bestätigt die<a href="http://www.pwc.de/de/prozessoptimierung/besseres-management-von-geschaeftsprozessen-steigert-die-effektivitaet.jhtml" target="_blank"> Studie &#8220;Zukunftsthema Geschäftsprozessmanagement&#8221; von PwC und der Universität Würzburg</a>, dass die meisten Unternehmen zwar die Bedeutung der Prozesse für den Unternehmenserfolg betonen, aber nur ein kleiner Teil von ihnen bereits ein effizientes Prozessmanagement aufgebaut hat. Nur fünf Prozent der 239 befragten Führungskräfte aus Deutschland und Österreich schätzten den Entwicklungsstand ihres eigenen Geschäftsprozessmanagements als sehr weit entwickelt ein. Diese Zahl liegt ganz nahe an den sieben Prozent, die sich in der kürzlich <a href="http://www.kurze-prozesse.de/2011/10/07/neue-studie-bestatigt-begrenzte-bpm-umsetzung/">hier besprochenen Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften</a> selbst bereits einen hohen BPM-Reifegrad attestierten. Im Branchenvergleich liegt die Energiewirtschaft vorn. Hier gaben elf Prozent an, das Prozessmanagement sei &#8220;sehr weit entwickelt&#8221;, wohingegen im Handel und der Chemieindustrie keiner der Befragten seinem Unternehmen derart gut positioniert sah.<span id="more-1616"></span></p>
<h3>Kein kontinuierliches Prozessmanagement</h3>
<p>Laut PwC-Studie haben viele Unternehmen in den letzten Jahren vor allem in ERP-Systeme investiert und sich um die Standardisierung von Prozessen gekümmert, dabei jedoch keine Strukturen zur kontinuierlichen Prozessverbesserungen geschaffen. Zwar liegt vielfach bereits eine systematische Prozessdokumentation vor, doch werden nur in wenigen Fällen auch Prozesskennzahlen zur Leistungsmessung erhoben. Die Beschäftigung mit den Prozessen erfolgt eher im Rahmen von Projekten und nicht als ständige Management-Aktivität. Die Autoren der Studie betonen einmal mehr die Notwendigkeit, das Thema konsequent in der obersten Führungsetage zu verankern. Neben den Kernprozessen sollten auch die administrativen Prozesse verstärkt berücksichtigt werden. Ein wichtiges Instrument hierfür seien analytische IT-Systeme.</p>
<div style="float:right; width:7em; border:1px solid gray; font-size:140%; color:darkgray; text-align:center; padding:10px"><strong><a href="http://www.kurze-prozesse.de/bpmstudien/">Weitere Studien zum Thema BPM</a></strong></div>
<p>Für die Messung seien geeignete Prozessleistungsindikatoren (PLI) zu verwenden, die mit Hilfe von Benchmarking validiert werden sollten. Die Autoren stellen hierzu ihren Ansatz zur kontinuierlichen Prozessverbesserung durch PLIs vor. Er besteht aus den drei Phasen PLI-Ausgestaltung, PLI-Controlling und PLI-Analyse. Zur PLI-Ausgestaltung gehört die Festlegung der Kennzahlen und der Messpunkte sowie die Auswahl der Benchmarks. Im PLI-Controlling werden die Kennzahlen laufend protokolliert und mit dem Benchmark verglichen. Bei Abweichungen werden die Verantwortlichen alarmiert sowie erforderliche akute Maßnahmen angestoßen. Die PLI-Analyse befasst sich mit der Auswertung des Prozessgeschehens und der Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen. Zur Unterstützung werden Indikatoren- und Benchmark-Datenbanken eingesetzt, sowie ein Process Warehouse mit Werkzeugen zur Visualierung und Analyse. Analysewerkzeuge nutzen beispielsweise Simulation, Process-Mining und Reverse Business Engineering, d. h. die Rekonstruktion der Prozesse aus operativen Informationssystemen. Das Verfahren wird am Beispiel eines Einkaufsprozesses konkret beschrieben.</p>
<h3><a name="performance">Peformance Management häufig noch auf Excel-Basis</a></h3>
<p>Hierzu passt die Studie <a href="http://www.barc.de/de/marktforschung/research-ergebnisse/performance-management-nach-der-finanzkrise.html" target="_blank">&#8220;Performance Management nach der Finanzkrise&#8221; der Firma BARC</a>. Auch wenn das Thema Performance Management dort fast ausschließlich unter dem Aspekt finanzieller Kennzahlen betrachtet wird, stimmt es doch nachdenklich, dass Excel nach wie vor das wichtigste Software-Werkzeug zur Performance-Steuerung ist. Die Studie wurde von einem Hersteller einer Business Performance-Lösung gesponsert. Insofern verwundert es nicht, dass der Nutzen spezialisierter Performance Management-Software betont wird. Dennoch ist es durchaus nachvollziehbar, dass Excel-Nutzer mit ihrer Software deutlich unzufriedener sind als die Anwender einer durchgängigen Lösung. Von der oben skizzierten Lösung eines Process Warehouse und der Integration des Process Peformance Managements mit dem finanziellen Performance Management sind solche Unternehmen noch ein gutes Stück entfernt. Eine regelmäßige Messung und Analyse von Prozesskennzahlen lässt sich rein auf Excel-Basis nicht sinnvoll realisieren. </p>
<p>Auch der Planungsprozess selbst ist heute oft wenig effizient und langwierig. Meist muss viel Zeit auf die Bereitstellung und Verarbeitung der Daten verwendet werden, so dass wenig Zeit für die Analyse bleibt. Da der Planungsprozess sich auch recht oft ändert, muss er entsprechend flexibel gestaltet werden. Generell wünschen sich die Studienteilnehmer eine bessere Verzahnung der Planung mit anderen Performance-Management-Prozessen wie Berichtswesen und Analyse.</p>
<p><a name="strategie">Eine</a> <a href="http://www.barc.de/de/marktforschung/research-ergebnisse/strategische-planung.html" target="_blank">weitere BARC-Studie</a> betont ebenfalls die wachsende Bedeutung der strategischen Planung, wobei auch auf dieser Planungsebene in der Praxis deutliche Defizite gesehen werden. Aus Sicht des Prozessmanagements stimmt es insbesondere bedenklich, dass nur 15% der Unternehmen ihre strategische und operative Planung inhaltlich und vom Planungsablauf her durchgängig miteinander verknüpfen. Dort, wo dies der Fall ist, wird die Planungsqualität als deutlich besser eingeschätzt als in den anderen Unternehmen.</p>
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		<title>Arbeitsbuch für Prozessmanager</title>
		<link>http://www.kurze-prozesse.de/2011/11/09/arbeitsbuch-fur-prozessmanager/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 07:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[BPM]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensweites Prozessmanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Prozessorientierte Unternehmensführung&#8221; von Knuppertz und Feddern ist ein Buch für diejenigen, die es ernst meinen mit dem Prozessmanagement. Prozessmanagement wird hier konsequent als durchgängige, unternehmensweite und kontinuierliche Managementdisziplin vermittelt. Wem es nur darum geht, in einem Projekt einzelne Prozesse zu verbessern oder zu automatisieren, der wird zwar auch eine Reihe nützlicher Hinweise entnehmen können, doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3791029851/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3791029851" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1530" style="float: left; margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;" title="cover_prozessorientierte_unternehmensfuehrung" src="http://www.kurze-prozesse.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/cover_prozessorientierte_unternehmensfuehrung.jpg" alt="" width="168" height="240" /></a>&#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3791029851/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3791029851" target="_blank">Prozessorientierte Unternehmensführung</a>&#8221; von Knuppertz und Feddern ist ein Buch für diejenigen, die es ernst meinen mit dem Prozessmanagement. Prozessmanagement wird hier konsequent als durchgängige, unternehmensweite und kontinuierliche Managementdisziplin vermittelt. Wem es nur darum geht, in einem Projekt einzelne Prozesse zu verbessern oder zu automatisieren, der wird zwar auch eine Reihe nützlicher Hinweise entnehmen können, doch wird ihm der eigentliche Nutzen des Buches entgehen. Diesen Nutzen werden vor allem diejenigen Leser realisieren, die ganz praktisch vor der Aufgabe stehen, Prozessmanagement im Unternehmen einzuführen, zu verankern und weiterzuentwickeln. Die von den Autoren vorgestellte Methodik basiert auf der umfassenden Praxiserfahrung, die die beiden Autoren in einer Vielzahl von Beratungsprojekten gesammelt haben.<span id="more-1529"></span></p>
<p>Ein besonderes Anliegen des Buches ist die Verknüpfung der eher &#8220;harten&#8221; betriebswirtschaftlichen Prozessmanagement-Methodik mit den eher &#8220;weichen&#8221; Faktoren der Unternehmenskultur und Organisationsentwicklung. Denn schließlich bedeutet die Umgestaltung von Prozessen und die Einführung von Prozessmanagement vor allem einen kulturellen Wandel und eine massive Veränderung in der Arbeitswelt der Beteiligten.</p>
<p>Das Buch besteht auf fünf Teilen:</p>
<div style="float:right; width:7em; border:1px solid gray; font-size:140%; color:darkgray; text-align:center; padding:10px"><strong><a href="http://www.kurze-prozesse.de/bpmbuecher/">Weitere Bücher zum Thema BPM</a></strong></div>
<p>Im<strong> ersten Teil</strong>, &#8220;<strong>Prozessorientierte Unternehmensführung etablieren</strong>&#8220;, konstatieren die Autoren, dass die Bedeutung des Prozessmanagement heute zwar allgemein anerkannt wird, sich viele Unternehmen aber schwer damit tun, Prozessmanagement als umfassenden Ansatz umzusetzen. Noch immer behindert die vorherrschende rein funktionsorientierte Aufbaustruktur die durchgängige Prozessbetrachtung. Auch dort wo es beispielsweise Prozessverantwortliche gibt, haben diese meist zu wenig Befugnisse. Meist hat das Prozessmanagement einen niedrigen Reifegrad und kann daher auch nur vergleichsweise geringe Wirkung erzeugen. Häufig setzen Unternehmen auch eine Vielzahl unterschiedlicher und meist nicht aufeinander abgestimmter Methoden ein, wie z. B. Lean Management, Business Process Re-Engineering oder Six Sigma.</p>
<p>Im <strong>zweiten Tei</strong>l werden die wesentlichen<strong> Grundlagen, Begriffe und Prinzipien des Prozessmanagements</strong> erläutert. So werden etwa verschiedene Organisationsformen diskutiert. Neben den Extremformen der funktionsorientierten Organisation und der reinen Prozessorganisation als Extremformen wird unter der Bezeichnung &#8220;Prozessorientierte Organisation&#8221; diskutiert, wie mögliche Mischformen aussehen können und wie ein sinnvolles Zusammenspiel zwischen Funktions- und Prozessverantwortlichen aussehen kann. Weiterhin wird erläutert, wie verschiedene verbreitete Managementmethoden im Sinne des Prozessmanagements einheitlich ausgerichtet werden können. Dabei wird die &#8220;Prozessbrille&#8221; als integrierendes Konzept vorgestellt. Die beiden &#8220;Brillengläser&#8221; werden von einem strategischen und einem operativen Prozessmanagement-Kreislauf gebildet, die eng miteinander verbunden sind. Schließlich wird beschrieben, wie die organisatorische Veränderung beim Aufbau einer prozessorientierten Organisation gelingen kann.</p>
<p>Die verschiedenen<strong> Bestandteile, die zu einer prozessorientierten Unternehmensführung</strong> gehören, werden in <strong>Teil drei</strong> beschrieben. Als Struktur dient hierbei das BPM&amp;O-Modell. &#8220;BPM&amp;O&#8221; steht für &#8220;Business Process Management und Organisationsentwicklung&#8221;. Es umfasst die Aspekte Identität, Strategie, Organisation, Methoden, Technologie, Kompetenzen, Kultur und prozessorientierte Organisationsentwicklung. Jede dieser Dimensionen wird im Einzelnen erläutert, wobei die einzelnen Aspekte unterschiedlich ausführlich behandelt werden. So ist etwa der Abschnitt Technologie recht knapp geraten, wohingegen die Ausführungen zur Organisation und den Methoden sehr ausführlich sind. Dies entspricht dem Schwerpunkt des Buches, der ganz deutlich auf den Management-Aspekten des Themas BPM liegt.</p>
<p>Beispielhaft sei hier der Abschnitt zum Thema Methoden herausgegriffen. Hier wird zunächst dargestellt, wie operative Prozessziele entwickelt werden. Diese sind eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der Sollprozesse. Die Prozessausführung sollte ebenso wie Prozessverbesserungen in die Unternehmensplanung einbezogen werden. Weiterhin wird erläutert, wie Prozesse eingeführt werden und wie ihre korrekte Ausführung sichergestellt wird. Schließlich wird beschrieben, wie Prozesse gemessen und analysiert sowie Prozesskosten berechnet werden. Zu all diesen Themen sind detaillierte Aufgabenbeschreibungen und zum Teil Arbeitshilfen enthalten, so dass Prozessmanager konkrete Anleitungen in die Hand bekommen.</p>
<p>Der <strong>vierte Teil</strong> befasst sich damit, wie <strong>Prozessmanagement erfolgreich eingeführt und verankert</strong> werden kann. Ein nützlicher Ausgangspunkt kann hierbei die Standortbestimmung mit Hilfe des EDEN-Reifegradmodells sein. Auch in diesem Teil gibt es wieder zahlreiche konkrete Handlungsempfehlungen und Hilfsmittel, etwa zur Gestaltung von Workshops oder der Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes.</p>
<p>Dass der in dem Buch vorgestellte Ansatz keine Theorie ist, wird in <strong>Teil fünf </strong>anhand <strong>praktischer Unternehmensbeispiele</strong> bewiesen, u. a. von BASF, IDEAL Versicherung, ThyssenKrupp und Wüstenrot.</p>
<p>Das Buch ist aufgrund der hohen Informationsdichte nicht immer ganz leicht zu lesen. Es erfordert an vielen Stellen eine hohe Konzentration des Lesers. Viele detaillierte Beschreibungen dürften vor allem dann nützlich sein, wenn man selbst in der Situation ist, das Prozessmanagement im Unternehmen zu entwickeln. Insofern ist das Buch mit Sicherheit kein Einsteigerbuch, dafür aber ein wertvolles Arbeitsbuch für Praktiker des Prozessmanagements.</p>
<hr />
<p>Knuppert, T.; Feddern, U.:<br />
Prozessorientierte Unternehmensführung.<br />
Prozessmanagement ganzheitlich einführen und verankern.<br />
Schäffer-Pöschel Verlag, Stuttgart 2011.<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3791029851/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=kurzproz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3791029851" target="_blank">Das Buch bei amazon. </a></p>
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		<title>BIC Plattform für unternehmensweites Prozessmanagement</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 08:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Allweyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BPMN]]></category>
		<category><![CDATA[EPK]]></category>
		<category><![CDATA[Modellierung]]></category>
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		<category><![CDATA[BIC]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bochumer Firma GBTEC trat bisher vor allem als Hersteller von Prozessportalen in Erscheinung. Mittlerweile bietet sie jedoch eine komplette Produktpalette für alle Bereiche des Prozessmanagements an. Hierzu gehört neben dem Prozessportal ein Modellierungswerkzeug, ein Dokumentenmanagement-System, eine Komponente zum Process Performance Management, ein portal-basiertes Workflow-System und eine eigenständige Process Engine zum Aufbau systemübergreifender Prozessanwendungen. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1561" title="BIC Designer" src="http://www.kurze-prozesse.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/BIC-Designer.jpg" alt="Screenshot BIC Designer" width="220" height="147" style="float: left; margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;"/>Die Bochumer Firma <a href="http://www.gbtec.de" target="_blank">GBTEC</a> trat bisher vor allem als Hersteller von Prozessportalen in Erscheinung. Mittlerweile bietet sie jedoch eine komplette Produktpalette für alle Bereiche des Prozessmanagements an. Hierzu gehört neben dem Prozessportal ein Modellierungswerkzeug, ein Dokumentenmanagement-System, eine Komponente zum Process Performance Management, ein portal-basiertes Workflow-System und eine eigenständige Process Engine zum Aufbau systemübergreifender Prozessanwendungen. Im Folgenden werden die Modellierungskomponente BIC Design und das BIC Portal näher beschrieben.<span id="more-1560"></span></p>
<p>BIC Design erlaubt die integrierte Modellierung verschiedener Sichten. So können die Modelle von Prozessen, Aufbauorganisation, Datenstrukturen, Systemlandschaften u. ä. miteinander verknüpft werden. Hierzu bringt das Tool eine Reihe vordefinierter Methoden mit, wie z. B. Wertschöpfungsketten, Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK), BPMN, Entity-Relationship-Modelle, Organigramme und IT-Landkarten. Im Gegensatz zu vielen anderen Werkzeugen, bei denen die verwendeten Notationen fest programmiert sind und lediglich über Filter eingeschränkt werden können, basiert BIC Design auf einem offenen Metamodell. Damit ist es leicht möglich, weitere Notationen in das Tool einzustellen und sie mit den vorhandenen Notationen zu verknüpfen. Das Anlegen neuer Notationen konnte noch nicht getestet werden, soll jedoch auch den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Das Tool stellt methodenkonformes Modellieren sicher, indem nur die in der jeweiligen Methode festgelegten Objekte und Verbindungen angelegt werden können. Weitergehende Modellierungsregeln werden über einen Konsistenzcheck geprüft.</p>
<h3>Verbindung von Modellierungssichten über Stammdaten</h3>
<p>Die Verknüpfung der verschiedenen Modelle erfolgt über ein Repository. Bestimmte Objekte, die in verschiedenen Prozessen benötigt werden, wie z. B. Organisationseinheiten, Rollen oder Informationssysteme, werden in einem Stammdatenverzeichnis abgelegt. Von dort kann ein Objekt dann in andere Modelle hineingezogen werden, wodurch eine Verknüpfung mit diesem existierenden Objekt erstellt wird. So kann etwa eine bestimmte Rolle an verschiedenen Prozessen beteiligt sein. Über das betreffende Objekt im Stammdatenverzeichnis lässt sich leicht herausfinden, um welche Prozesse es sich handelt. Das Prinzip der Mehrfachausprägung von Objekten ist zwar nicht neu, doch ist die Nutzung dieser Möglichkeit in BIC Design sehr intuitiv. Auch das nachträgliche Zusammenführen von zunächst unterschiedlichen Objekten zu einem einzigen Objekt ist recht einfach. </p>
<div style="float:right; width:9em; border:1px solid gray; font-size:140%; color:darkgray; text-align:center; padding:10px"><strong><a href="http://www.kurze-prozesse.de/bpmtools/">Weitere BPM-Tool-Vorstellungen</a></strong></div>
<p>Auch bei vielen anderen Funktionalitäten braucht sich BIC Design nicht vor etablierten Modellierungs-Suiten verstecken. Das gemeinsame Modellieren verschiedener Nutzer wird ebenso unterstützt wie mehrsprachige Modelle. Auch zahlreiche Reporting- und Analysefunktionen und eine leistungsfähige Suche gehören zum Funktionsumfang.</p>
<p>Besonders beeindruckend ist die automatische Layoutfunktion. Je nach Modelltyp werden unterschiedliche Algorithmen angewendet, um z. B. einen Prozessfluss oder ein Hierachiediagramm übersichtlich darzustellen. Die Qualität der erzeugten Layouts ist deutlich besser als bei vielen anderen vergleichbaren Tools. </p>
<h3>Methodenintegration nicht nur für die EPK, sondern auch für die BPMN</h3>
<p>Auf den ersten Blick richtet sich BIC Design bislang vor allem an EPK-Modellierer. EPKs sind sehr gut mit den anderen vordefinierten Notationen integriert. Was sich erst auf den den zweiten Blick erschließt: Auch in BPMN erstellte Prozessmodelle lassen sich zumindest bis zu einem gewissen Grad mit Elementen anderer Sichten verbinden. Zwar funktioniert dies nicht per drag and drop, sondern über einen Eigenschaftsdialog, doch dafür ist es z. B. möglich, Bahnen (Lanes) mit verschiedenen Objekttypen zu verbinden. Schließlich muss es sich ja nicht immer um Organisationseinheiten handeln. Weitere Verbindungsmöglichkeiten mit Objekten anderer Modelle lassen sich laut Herstellerangaben über die Methode definieren. </p>
<p>Kleinere Verbesserungen der BPMN-Umsetzung wären noch wünschenswert. So scheint es nicht so einfach möglich zu sein, Bedingungen an den aus einem Gateway ausgehenden Sequenzflüssen anzuzeigen. Auch schlüpfte etwa ein fälschlicherweise innerhalb eines Pools gezeichneter Nachrichtenfluss durch den Konsistenzcheck. </p>
<p>Begeistern können hingegen die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten im Prozessportal. Natürlich bietet das BIC Portal alles, was man von so einem Portal erwartet, wie z. B. verschiedene Navigationsmöglichkeiten, Suche, Feedback zu den Modellen, Hinterlegung von Dokumenten, oder die Benachrichtigung über Änderungen. Eine Besonderheit ist jedoch, dass Prozessmodelle nicht nur so dargestellt werden können, wie sie modelliert wurden. Es können verschiedene andere Darstellungen generiert werden, so z. B. die schlanke Darstellung einer EPK, bei der alle Zusatzelemente, wie Organisationseinheiten oder Daten, ausgeblendet werden. Eine tabellarische Ansicht zeigt übersichtlich die Beschreibungen der Aktivitäten eines Prozesses mitsamt Input, Output, Verantwortlichkeiten usw. </p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1562" title="BIC Portal Ablaufansicht" src="http://www.kurze-prozesse.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/BIC-Portal-Ablaufansicht.jpg" alt="Ablaufansicht im BIC Portal" width="478" height="244" /></p>
<p>Schließlich ist es auch möglich, eine gesamte Prozesshierarchie als Ablaufdarstellung anzuzeigen (siehe Abbildung). Dabei werden alle Aktivitäten eines Prozesses in einer Liste dargestellt. Durch Selektion einer Aktivität werden die Aktivitäten des untergeordneten Teilprozesses daneben eingeblendet, für dessen Aktivitäten jeweils wieder die Detailinformationen angezeigt werden. Ohne die Ansicht zu wechseln ist es somit möglich, gleichzeitig drei Hierarchieebenen übersichtlich anzuzeigen. Alle genannten Darstellungsarten werden aus einem einzigen Modell erzeugt.</p>
<p>BIC Design und BIC Portal dürften vor allem für größere Unternehmen eine interessante Alternative zu etablierten Tools darstellen, insbesondere wenn mit EPKs modelliert wird. Über entsprechende Schnittstellen können bereits existierende Modelle übernommen werden.</p>
<p>(Der Beitrag wurde aktualisiert am 9.11.)</p>
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