Kurze Prozesse https://www.kurze-prozesse.de Das BPM-Blog * Wed, 13 Nov 2019 09:34:36 +0100 de-DE hourly 1 Gartner sieht breites Anwendungsspektrum für Process Mining https://www.kurze-prozesse.de/2019/11/13/gartner-sieht-breites-anwendungsspektrum-fuer-process-mining/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/11/13/gartner-sieht-breites-anwendungsspektrum-fuer-process-mining/#respond Wed, 13 Nov 2019 09:34:10 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=7156 Process Mining-Tools helfen herauszufinden, wie die Prozesse im Unternehmen ablaufen. Hierzu werten sie Ereignis-Protokolle aus den verschiedenen eingesetzten Anwendungssystemen aus. Im Gegensatz zu manuell erstellten Prozessmodellen, die das – nicht immer richtige – Verständnis der beteiligten Experten wiedergeben, lässt sich mit Hilfe von Process Mining der tatsächliche Prozessablauf aus vielen einzelnen Prozessinstanzen rekonstruieren.

In ihrem „Market Guide for Process Mining“ haben die Analysten der Firma Gartner fünf typische Anwendungsfälle herausgearbeitet:

  1. Prozessverbesserungen mit Hilfe von Algorithmen zur Identifizierung und Analyse der Prozesse
  2. Verbesserte Auditierungen und Compliance durch Vergleich und Valdierung der tatsächlichen Abläufe mit den vorgegebenen Prozessen
  3. Verbesserte Prozessautomatisierung durch die Identifikation von Automatisierungspotenzialen
  4. Unterstützung der digitalen Transformation durch die Verbindung von Strategie und operativer Ebene
  5. Verbesserte Nutzung von IT-Ressourcen durch die Analyse von IT-Prozessen

Bislang wird Process Mining vor allem für die Prozessidentifikation und die Analyse als Grundlage für die Verbesserung interner Abläufe eingesetzt. Gartner sieht jedoch Potenziale für ein wesentlich breiteres Anwendungsspektrum in den weiteren genannten Anwendungsfällen. Insbesondere sollte auch das Zusammenspiel mit externen Partnern einbezogen werden. Ein solches „Customer Journey Mining“ könne dazu verwendet werden, die internen Prozesse besser mit Customer Journeys abzustimmen.

Neben einer kompakten Einführung in das Thema an sich und einer Einschätzung künftiger Entwicklungen stellt der Report insgesamt 19 Process Mining-Anbieter kurz vor, ohne diese jedoch im Detail zu bewerten.

Link zum Download bei Signavio (Registrierung erforderlich)

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BARC analysiert den noch jungen RPA-Markt https://www.kurze-prozesse.de/2019/10/18/barc-analysiert-den-noch-jungen-rpa-markt/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/10/18/barc-analysiert-den-noch-jungen-rpa-markt/#respond Fri, 18 Oct 2019 10:37:21 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=7142 Die Analysten der Firma BARC haben den Markt für Robotic Process Automation (RPA) in Deutschland analysiert. Unter den zehn untersuchten Anbietern finden sich sowohl einige lokale Player als auch internationale Hersteller, die den hiesigen Markt adressieren. Bei den meisten handelt es sich um reine RPA-Spezialisten. Generalisierte Anbieter umfassender Softwareplattformen haben nur selten eigene RPA-Funktionalitäten im Portfolio. Häufig gehen sie Partnerschaften mit RPA-Spezialisten ein. Eine hohe Nachfrage führt zu einem starken Wachstums des noch jungen Markts.

Vor allem drei Eigenschaften begründen laut BARC das große Interesse an RPA:

  1. Entlastung der Mitarbeiter durch die Übernahme standardisierter Aufgaben
  2. Unabhängigkeit von Programmier-Schnittstellen, da die Roboter über die User-Interfaces mit den IT-Systemen kommunizieren.
  3. Weitgehende Unabhängigkeit von der IT, da Fachanwender die Roboter bis zu einem gewissen Grad selbst administrieren können.

Nicht jedes der untersuchten Systeme erfüllt diese Erwartungen in gleichem Maße. So verfügen einige nicht über die Möglichkeit, die Roboter mittels Aufzeichnung von Benutzeraktivitäten zu konfigurieren. Zum Teil sind die Konfigurationswerkzeuge wenig intuitiv, was es Fachanwendern schwer machen dürfte, die Roboter ohne Unterstützung durch die IT-Abteilung anzulernen. Nicht zuletzt sollte man die Preismodelle genau ansehen. Teilweise werden Pay-per-Use-Modelle verwendet, die bei starker Nutzung die Kosten in die Höhe treiben können.

Der Report kann hier über die Webseite des RPA-Anbieters Kofax heruntergeladen werden (Angabe von Kontaktdaten erforderlich).

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6. Auflage des Praxishandbuchs BPMN https://www.kurze-prozesse.de/2019/07/15/verlosung-der-brandneuen-6-auflage-des-praxishandbuchs-bpmn/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/07/15/verlosung-der-brandneuen-6-auflage-des-praxishandbuchs-bpmn/#respond Mon, 15 Jul 2019 09:44:46 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=7109

Es ist noch gar nicht lange her seit der fünften Auflage des Praxishandbuchs BPMN. Und so stellt sich die Frage, welche Inhalte beibehalten wurden und was sich geändert hat.

Die gute Nachricht für Besitzer der vorangehenden Auflage: Sie müssen ihr Buchexemplar nicht entsorgen, denn die wesentlichen Inhalte sind gleich geblieben. So finden sich die Einführungen in die BPMN als Prozessmodellierungsnotation und die DMN zur Modellierung von Entscheidungslogik ebenso wieder wie das camunda-Framework und die Kapitel zur Prozessautomatisierung und zur BPMN-Einführung im Unternehmen.

Die auffälligste Änderung ist, dass die Beschreibung der CMMN wieder entfernt wurde, die zusammen mit der DMN erst in der vorangegangen Auflage aufgenommen worden war. CMMN („Case Management Model and Notation“) ist ein Standard zur Modellierung flexibler, schwach strukturierter Fallbearbeitungen. Wie die Autoren festgestellt haben, stieß CMMN jedoch in der Praxis auf zu wenig Akzeptanz. So war es nur konsequent, diese Notation wieder aus dem Buch zu streichen.

Im Gegenzug wurden einige Beispiele zur Modellierung von Flexibilität mit Hilfe von BPMN aufgenommen.

Als weiteres neues Thema wird der Zusammenhang zwischen ausführbaren Prozessen und Microservices diskutiert. Microservices kapseln einzelne fachliche Funktionalitäten und verfügen über einen kompletten Technologie-Stack. Eine zentrale, übergeordnete Prozesssteuerung widerspricht dem Prinzip der unabhängigen Microservices. Moderne Process Engines bieten daher die Möglichkeit, dass jeder Microservice eine eigene, eingebettete Process Engine nutzt. Dies hat auch Auswirkungen auf die Modellierung der Ausführungsebene: Anstelle von monolithischen Prozessmodellen werden die Prozesse der einzelnen Microservices separat modelliert. Aufrufe anderer Microservices können als Service-Tasks abgebildet werden.

Die Firma camunda verlost drei Exemplare des Buchs an Leser dieses Blogs. Zur Teilnahme einfach bis zum 26.7. eine Mail an info@kurze-prozesse.de schicken. Beantworten Sie darin die folgende Frage: Wofür steht die Abkürzung „DMN“?

Ihre Daten werden ausschließlich für die Verlosung genutzt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Update: Vielen Dank an alle Teilnehmer an der Verlosung! Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! Die Bücher sollten unterwegs sein.


Jakob Freund, Bernd Rücker:
Praxishandbuch BPMN. Mit Einführung in DMN.
6. Auflage, Hanser 2019
Das Buch bei amazon.

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Kompakte Einführung in das Prozessmanagement https://www.kurze-prozesse.de/2019/06/16/kompakte-einfuehrung-in-das-prozessmanagement/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/06/16/kompakte-einfuehrung-in-das-prozessmanagement/#respond Sun, 16 Jun 2019 09:20:09 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=7085

Das Thema Prozessmanagement ist nicht neu. Die Herausforderungen der digitalen Transformation machen es heute aber wichtiger denn je, sich mit den Abläufen im Unternehmen auseinanderzusetzen. Traditionell funktionale Aufbauorganisationen sind nicht schnell und effektiv genug um in einem dynamischen und unsicheren Umfeld erfolgreich zu agieren, argumentiert Uwe Feddern in seinem neu erschienenen E-Book. Der beste Weg zur Umsetzung neuer Digitalisierungsstrategien führt über die Prozesse.

Auf nur 63 Seiten gelingt es dem Autor, alle wesentlichen Aspekte des umfassenden Themengebiets „Prozessmanagement“ gut verständlich zu erläutern. Es wird nicht nur die Frage beantwortet, warum sich Unternehmen neu organisieren müssen, sondern auch, was sich durch Prozessorientierung in einem Unternehmen ändert, welche typischen Anlässe es für die Einführung von Prozessmanagement gibt, wie sich die prozessorientierte Organisation gestalten lässt und wie man dabei vorgehen sollte. Schließlich wird das titelgebende Thema Digitalisierung wieder aufgegriffen, und es wird genauer erläutert, warum die digitale Transformation besser gelingt, wenn man sie prozessorientiert angeht. Ein weiteres Thema ist der Einsatz agiler Methoden.

Uwe Feddern ist Mitgründer der auf die Geschäftsprozessberatung spezialisierten Kölner Firma BPM&O. Dort sind auch einige bekannte methodische Ansätze entstanden, wie z. B. die „Prozesssmanagement-Brille“, die die beiden Kreisläufe des strategischen und des operativen Managements miteinander verbinden. Auch sie wird in dem Buch erläutert.

Wer in kurzer Zeit einen fundierten Überblick über das Warum und Wie des Geschäftsprozessmanagements gewinnen möchte, sollte zu dem Buch greifen. Im Gegensatz zu dicken Wälzern eignet sich das kompakte Werk auch gut dazu, seinen Chef von der Notwendigkeit zu überzeugen, sich mit der Gestaltung der Prozesse auseinanderzusetzen.


Uwe Feddern:
Digitale Transformation prozessorientiert umsetzen.
Ein Leitfaden für den Einstieg in die Prozessorganisation.
Bookboon 2019.
Weitere Infos zum Buch – Wer schnell ist, kann sich ein kostenloses Exemplar sichern!

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Optimierte Abläufe in der Produktion mit IoT und BPMS https://www.kurze-prozesse.de/2019/06/05/optimierte-ablaeufe-in-der-produktion-mit-iot-und-bpms/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/06/05/optimierte-ablaeufe-in-der-produktion-mit-iot-und-bpms/#respond Wed, 05 Jun 2019 16:21:24 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=7078 Ein interessanter Ansatz zum Einsatz einer Process Engine im Produktionsbereich wird in diesem Beitrag der Zeitschrift „Informatik Spektrum“ beschrieben. Es wird dargestellt, wie die Bedienung von Anlagen verbessert werden kann, indem Daten und Ereignissen aus dem Internet of Things (IoT) mit einem BPM-System verknüpft werden. Dabei werden die von Anlagenbedienern durchzuführenden Prozesse in BPMN modelliert und durch eine Process Engine gesteuert.

Die Mitarbeiter erhalten Informationen über ihre aktuell durchzuführenden Aufgaben auf Smartwatches. Dabei reagieren die Prozesse auf Ereignissen und Meldungen, die von den Produktionsanlagen erzeugt werden. So kann etwa die Störungsmeldung einer Maschine dazu führen, dass ein bestimmter Prozess gestartet und sofort ein passender Mitarbeiter informiert wird. Ebenso kann innerhalb von laufenden Prozessen auf verschiedene Ereignisse und Produktionsdaten reagiert werden. Hervorzuheben ist, dass der Ansatz auf Standardtechnologien basiert und somit relativ kostengünstig umgesetzt werden kann.

Das Konzept wurde unter anderem in zwei Produktionsanlagen für Wellpappe umgesetzt, wo Reaktionszeiten verkürzt und Ausschuss reduziert werden konnten.

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Wie geht digitale Transformation? https://www.kurze-prozesse.de/2019/04/08/wie-geht-digitale-transformation/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/04/08/wie-geht-digitale-transformation/#respond Mon, 08 Apr 2019 11:32:33 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=7060

Zwar gibt es keine Standardrezepte für eine erfolgreiche Digitalisierung von Unternehmen, konstatieren die Herausgeber dieses Buchs, doch kann man sich an bewährten Mustern und erfolgreichen Beispielen orientieren. Wer auf der Suche nach Anregungen und Tipps für eigene Digitalisierungsinitiativen ist, dürfte in den insgesamt 25 Beiträgen fündig werden.

Darin wird eine Vielzahl von Themen und Branchen abgedeckt. So geht es nicht nur um neue Geschäftsmodelle, sondern unter anderem auch um digitale Dienstleistungen, Künstliche Intelligenz, Blockchain und 3D-Druck. Dabei werden die Technologien nicht nur beschrieben. Vielmehr wird jeweils erläutert, wie man geeignete Anwendungsmöglichkeiten identifiziert und konkreten Nutzen für das Unternehmen erreicht.

Branchenspezifische Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit Erfolgsfaktoren für Industrie 4.0, Logistik 4.0, Versicherungen und Wissenschaft („Crowd Science“). Vertreten ist auch ein Thema, das viele Europäer weniger auf dem Schirm haben dürften: „Digital-frugale“ Innovationen für Schwellen- und Entwicklungsländer, die mit knappen Ressourcen zurechtkommen müssen, und deren Kunden nur über begrenzte finanzielle Mittel verfügen. Ein erfolgreiches Beispiel ist der ursprünglich in Kenia eingeführte Handy-basierte Zahlungs-Service „M-Pesa“, den man ohne eigenes Bankkonto nutzen kann.

Bei den konzeptionellen Beiträgen im ersten Teil des Buchs wurde Wert darauf gelegt, jeweils konkrete Empfehlungen herauszuarbeiten. So finden sich in jedem Kapitel Übersichten über Erfolgsfaktoren, Checklisten oder Vorgehensbeschreibungen.

Der zweite Teil enthält eine Reihe von Praxisbeispielen, wie z. B. der Aufbau eines Service zum Management von Fahrzeugflotten oder datenbasierte Entscheidungs- und Planungshilfen für Landwirte. Auch der Fall der in Verruf geratenen Firma „Cambridge Analytica“ wird diskutiert. Sie nutzte Daten aus Facebook-Profilen für Persönlichkeitsanalysen, auf deren Grundlage das Wahlverhalten der betreffenden Personen gezielt beeinflusst werden sollte. Ein erfolgreiches Beispiel hingegen ist die „Start-up-Fabrik“ Rocket Internet, die ein standardisiertes Vorgehensmodell anwendet um neue erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln und Start-up-Unternehmen mit einer hohen Erfolgschance zu gründen.


Oliver Grassmann, Philipp Sutter:
Digitale Transformation gestalten. Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren, Checklisten.
2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Hanser 2019.
Das Buch auf der Verlagswebseite.
Das Buch bei amazon.

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Weg mit den Prozessmodellen? https://www.kurze-prozesse.de/2019/03/19/weg-mit-den-prozessmodellen/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/03/19/weg-mit-den-prozessmodellen/#respond Tue, 19 Mar 2019 10:16:03 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=7035 Vor einigen Tagen stolperte ich über einen Blog-Beitrag mit dem Titel „Time to Stop Using Business Process Models“ . Diese provokative Aufforderung stammt nicht von irgendwem, sondern von dem recht bekannten BPM-Experten Keith Swenson, der unter anderem bei der Workflow Management Coalition (WFMC) an zahlreichen BPM-Standards mitgewirkt hat. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter viel beachtete Werke zum Thema „Adaptive Case Management“ (ACM).

Der Beitrag war der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Blog-Posts mit Auszügen aus einem neuen Buch, das demnächst erscheinen wird. In den bisher erschienenen Posts argumentiert er, dass die heute verwendeten Modelle zu starr sind und daher Veränderungen verhindern. Letztlich sei ein Prozessmodell nicht viel anders als ein Computerprogramm. Einfache grafische Modelle seien zwar leichter verständlich als Computercode, doch ab einer gewissen Größe und Komplexität gehe der Vorteil der Übersichtlichkeit verloren.

Geht es um Abläufe, die zu großen Teilen von Menschen ausgeführt werden, seien die Ablaufdiagramme nicht in der Lage, die subtilen Feinheiten menschlicher Interaktionen zu berücksichtigen. Die Entwicklung der Standardnotation BPMN sei zwar eine gute Idee, doch sei sie zu einseitig auf automatisierte Prozesse ausgerichtet. Menschliche Aufgaben werden genauso wie automatisierte Aktivitäten behandelt.

Details zu der von Swenson entwickelten Alternative „Emergent Synthetic Processes“ wurden in den drei bisher erschienenen Posts noch nicht enthüllt, doch soll wohl für jede Prozessinstanz ein individueller Ablauf möglich sein. Weitere Hinweise finden sich auf der Webseite zum Buch: Es handelt sich um einen dezentralen Ansatz, bei dem die Prozessmodelle zur Laufzeit aus Service-Beschreibungen erzeugt werden.

Man darf gespannt sein auf die weiteren Beiträge und das Erscheinen des Buchs im April.

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https://www.kurze-prozesse.de/2019/03/19/weg-mit-den-prozessmodellen/feed/ 0
Was Wirtschaftsinformatiker im Zeitalter der Digitalisierung wissen müssen https://www.kurze-prozesse.de/2019/02/27/was-wirtschaftsinformatiker-im-zeitalter-der-digitalisierung-wissen-muessen/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/02/27/was-wirtschaftsinformatiker-im-zeitalter-der-digitalisierung-wissen-muessen/#respond Wed, 27 Feb 2019 15:02:10 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=6983

Wer ein Standardwerk zur Wirtschaftsinformatik herausgibt, hat es angesichts der rasanten Entwicklungen der IT nicht leicht. Fast alle Teilgebiete sind von raschen Veränderungen betroffen und so müssen viele Kapitel für jede Auflage umfassend bearbeitet werden. Dabei muss abgeschätzt werden, welche neuen Entwicklungen wirklich von Bedeutung sind und bei welchen Innovationen es sich nur um kurzlebige Hypes handelt, die in wenigen Jahren bereits überholt sind.

Den Autoren dieses Grundlagenwerks ist dies auch in der zwölften Auflage gut gelungen, und so erhält der Leser eine fundierte Einführung in alle wichtigen Facetten der Wirtschaftsinformatik, die auf der Höhe der Zeit sind. Neu hinzugekommen ist unter anderem ein Kapitel zur Rolle der Informationstechnik auf dem Weg in die Informationsgesellschaft. Aber auch in den anderen Kapiteln wurden aktuelle Themen aufgenommen, wie beispielsweise das Internet der Dinge, Data-Science oder Blockchain.

Das Werk deckt alle wichtigen Teilgebiete der Wirtschaftsinformatik ab. Im ersten Teil stehen vor allem anwendungsbezogene Themen im Vordergrund, wie Geschäftsprozessmanagement, Modellierung, ERP, Electronic Commerce und Management-Unterstützungssysteme. Die hinteren Kapitel befassen sich mit informationstechnischen Aspekten wie Datenspeicherung, Rechnersystemen und Netzwerken, aber auch dem Management von Informationssystemen und der Informationssicherheit.

Mit insgesamt fast 700 Seiten eignet sich das Buch weniger dazu, komplett von vorne bis hinten durchgelesen zu werden. Man wird es eher dazu verwenden, sich gezielt in einzelne Themenbereiche einzuarbeiten. Was hierfür sehr nützlich ist: Die einzelnen Kapitel sind jeweils abgeschlossen und so geschrieben, dass man zum Verständnis kein spezielles Vorwissen aus anderen Kapiteln benötigt.

Auch die Webseite zum Buch bietet echten Mehrwert. Hier finden sich ein Glossar sowie zahlreiche Wiederholungsfragen und fallbezogene Aufgaben. Die Übungs- und Lehrmaterialien lassen sich auch direkt über QR-Codes im Buch erreichen.


Hansen, Hans Robert; Mendling, Jan; Neumann, Gustaf: Wirtschaftsinformatik. 12. Auflage. Berlin / Boston 2019.
Das Buch bei amazon.

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Prozessoptimierung 4.0 – Auf dem Weg zu selbstlernenden Prozessen https://www.kurze-prozesse.de/2019/01/07/prozessoptimierung-4-0-auf-dem-weg-zu-selbstlernenden-prozessen/ https://www.kurze-prozesse.de/2019/01/07/prozessoptimierung-4-0-auf-dem-weg-zu-selbstlernenden-prozessen/#respond Mon, 07 Jan 2019 12:44:28 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=6946 Der Autor dieses Buchs lässt keinen Zweifel daran, dass es bei der Digitalisierung von Unternehmen ganz wesentlich auf die Prozesse ankommt: „Sie können an vielen Stellen ansetzen, wenn Sie ein Unternehmen verändern wollen. Setzen Sie an den Prozessen an, dann betätigen Sie den mit Abstand größten Hebel.“ Er arbeitet heraus, welche Möglichkeiten die zunehmende Automatisierung und Integration der Prozesse bieten, insbesondere wenn sämtliche Komponenten entlang der Prozessketten mit Sensoren ausgestattet sind. Prozesse werden zunehmend zu neuen Prozessketten vernetzt. Z. B. kommen bei selbstfahrenden Autos Automotive- und Telekommunikationsprozesse zusammen. Auch die Individualisierung von Produkten und Dienstleistungen bis hin zur Losgröße 1 erfordert ausgeklügelte Prozesse.

Anhand einer Checkliste können die Leser den Digitalisierungsgrad ihrer eigenen Prozesse einschätzen. Es werden sechs Entwicklungsstufen der Prozessdigitalisierung unterschieden, die sich vor allem durch die Art der Datennutzung unterscheiden. Die unteren Stufen beschreiben die herkömmliche Situation, in der Prozessdaten eher punktuell und lückenhaft erfasst und bestenfalls in Form von Standardberichten ausgewertet werden. Auf den höheren Entwicklungsstufen werden die tatsächlich gemessenen Abläufe analysiert und das künftige Prozessverhalten prognostiziert. Auf der höchsten Stufe, der Prozessautonomie, können Prozesse Abweichungen eigentständig korrigieren und sich selbständig verbessern.

Als Voraussetzung für den Aufbau digitaler Prozesse sind zunächst die ganz herkömmlichen Aufgaben der Prozessoptimierung zu erledigen, d. h. zunächst Transparenz zu schaffen, existierende Abläufe zu analysieren, zu verbessern und zu automatisieren. Erst auf dieser Grundlage ist es erfolgversprechend, die nächsten Stufen auf dem Weg zu vorhersagbaren und autonomen Prozessen anzugehen. Entsprechend beschäftigt sich ein großer Teil des Buchs mit den typischen Aufgaben im Rahmen der Prozessoptimierung, wie der Auswahl von Prozessberatern, der Prozessanalyse, organisatorischen Veränderungen, Process Governance und der nachhaltigen Verankerung von Veränderungen. In diesen Kapiteln wird die umfangreiche Praxiserfahrung des Autors deutlich.

Womit sich das Buch weniger beschäftigt ist die eigentliche Prozessautomatisierung und die damit zusammenhängenden Themen wie Business Process Management-Systeme, Robotic Process Automation oder das Zusammenspiel von Business und IT im Kontext prozessbezogener Anwendungen. Und so verbleibt eine gewisse Lücke zwischen den organisatorischen Aspekten und der Umsetzung in IT.

Nicht zuletzt spielt im Zusammenhang mit der digitalen Transformation auch die komplette Neuentwicklung von Prozessen eine große Rolle. Wenn digitale Geschäftsmodelle oftmals in völlig neuen Organisationseinheiten umgesetzt werden, wie dies häufig der Fall ist, dann nützen die herkömmlichen Ansätze der Prozessoptimierung eher wenig.

Auch wenn somit nicht alle möglichen Aspekte des Themengebiets besprochen werden, lohnt die Lektüre in mehrfacher Hinsicht. Erstens leistet das Buch mit der Gesamtsicht auf die Prozessdigitalisierung einen relevanten Beitrag zum Verständnis der zentralen Rolle von Prozessen für die Digitalisierung. Zweitens liefert es einen lesenswerten Überblick über die Historie des Themas Geschäftsprozesse. Und drittens bietet es einen nützlichen und praxisorientierten Leitfaden für die Prozessoptimierung.


Hierzer, Rupert:
Prozessoptimierung 4.0. Den digitalen Wandel als Chance nutzen.
Haufe Lexware 2017
Das Buch bei amazon.

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PEX The Global State of Process Excellence https://www.kurze-prozesse.de/2018/12/03/pex-the-global-state-of-process-excellence/ https://www.kurze-prozesse.de/2018/12/03/pex-the-global-state-of-process-excellence/#respond Mon, 03 Dec 2018 09:50:18 +0000 https://www.kurze-prozesse.de/?p=6932 Als wichtigste Herausforderung nannten die 851 Teilnehmer der diesjährigen PEX-Studie zur Process Excellence die Verbindung von Prozessverbesserungsinitiativen mit der Unternehmensstrategie. Auch die dauerhafte Verankerung von Veränderungen sowie die Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf den Kunden sind Themen, die vielen Prozessmanagern auf den Nägeln brennen.

Womit beschäftigen sich konkrete Initiativen in den kommenden Jahren? An erster Stelle steht das Thema Führung und Kultur, gefolgt von Prozessautomatisierung und Prozess-Redesign.

Der Fokus auf Strategie und Kultur zeigt sich bislang noch nicht bei den Kennzahlen, mit denen die Unternehmen arbeiten. Hier dominieren noch eher intern ausgerichtete Indikatoren wie Durchsatz und Kosteneinsparungen.

Neben den eigentlichen Studienergebnissen enthält der Report eine Reihe von Artikeln und Interviews zu aktuellen Themen, wie Digital Transformation, Blockchain und Robotic Process Automation.


PEX Process Excellence Network (Hrsg.):
The PEX Report 2018 – Global State of Process Excellence & Transformation 2018: Riding the storm of digital change
Link zum Download
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