Forrester über ESBs: Open Source ernst zu nehmende Option

27. Juni 2011

Die Marktforscher von Forrester bewerteten in ihrer diesjährigen Studie über Enterprise Service Bus-Software insgesamt 11 Produkte. Als Enterprise Service Bus (ESB) werden Middleware-Plattformen bezeichnet, die zur Verbindung verschiedener Systeme und Services eingesetzt werden und damit eine zentrale Rolle in vielen SOA/BPM-Implementierungen spielen. Sie sollten laut Forrester u.a. verschiedene Nachrichtenstandards und Komunikationsprotokolle unterstützen, Ressourcen dynamisch bereitstellen und Datentransformationen durchführen können.

Eine weitere Anforderung an einen ESB  ist die Orchestrierung von Services – wobei hier der Übergang zu einem Business Process Management System (BPMS) fließend ist. Nach Meinung der Autoren unterscheidet sich ein ESB von umfangreicheren Integrationslösungen allgemein dadurch, dass er leichtgewichtiger ist und wirklich nur die reinen Verbindungs- und Transformationsfunktionen umfasst. Viele der ESB-Anbieter offerieren daneben auch umfassendere Suiten. Forrester rät, zunächst mit den kleineren ESBs zu beginnen, da ein Umstieg zu einer umfangreicheren Lösung desselben Herstellers meist recht einfach ist.

In diesem Jahr haben es mit Fuse und WSO2 erstmals zwei Open Source-Produkte unter die „Leader“ geschafft. Sie stehen fast gleich auf mit Software AG, Tibco, Oracle, Progress und IBM. Die Open Source-Anbieter haben in den letzten Jahren die Funktionalität ihrer Produkte deutlich erhöht. Auch die anderen beiden Open Source-Systeme von Mule Soft und Red Hat werden als „Strong Performers“ eingestuft. Zwar können einige der etablierten Anbieter noch wesentlich höhere Zahlen an produktiven Installationen vorweisen, doch dürften diese bei den Open Source-ESBs künftig ebenfalls deutlich steigen. Deren Anwender seien meist recht zufrieden, wenn auch der Support-Bedarf meist etwas höher ist als bei den kommerziellen Anbietern.

Zum Download der Studie „The Forrester Wave: Enterprise Service Bus, Q2 2011“

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