Ovum: BPMS-Hersteller können sich über Wachstum freuen

16. April 2012

Die Analysten von Ovum berichten in Ihrer jüngsten Untersuchung des BPMS-Marktes, dass sich die Hersteller von Prozessautomatisierungs-Software über ein zweistelliges Umsatzwachstum im vergangenen Jahr freuen können. Bei einigen beträgt es über 30%. In der Marktanalyse werden zwölf Hersteller untersucht und hinsichtlich Technologie sowie Kundennutzen miteinander verglichen. Vor allem dank ihrer technischen Reife landeten die IT-Schwergewichte IBM und Oracle im vorderen Bereich, den sie sich aber mit den BPM-Spezialisten Appian und Pegasystems teilen. Beim Vergleich des Kundennutzens schneidet die hierzulande noch relativ unbekannte Lösung AuraPortal am besten ab.

Zum ersten Mal ist übrigens die noch junge Firma BonitaSoft vertreten, die es als einziger Open Source-Anbieter in den Report geschafft hat. Bei den kommerziellen Lösungen ist mit Mindestlizenzkosten von etwa 40.000 Dollar zu rechnen.

Viele Anbieter widmen sich mittlerweile verstärkt der Unterstützung schwach strukturierter Prozesse. Sie haben ihre Produkte um Case Management-Funktionalitäten erweitert. Allerdings kann man unter Case Management z. T. ganz verschiedene Dinge verstehen, weshalb man sich die konkreten Features im Einzelnen ansehen muss. Generell sei auch eine Verbesserung des Benutzererlebnisses zu beobachten.

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Der Begriff „Social BPM“ findet sich ebenfalls häufig in den Marketing-Unterlagen der Hersteller. Allerdings beschränken sich konkrete Möglichkeiten zur Kollaboration meist auf recht simple Funktionalitäten, wie z. B. die Möglichkeit, Prozessmodelle zu kommentieren oder den Mitarbeitern während der Prozessausführung Informationen und Aktivitäten als Nachrichten-Feeds bereitzustellen. Im Zeitalter von sozialen Netzwerken seien derartige Funktionen keine Besonderheiten mehr, sondern würden von den Nutzern eigentlich vorausgesetzt, kommentieren die Analysten.

Auch das Thema Cloud Computing spielt für den BPMS-Markt bislang keine so große Rolle. Nur zwei der zwölf Anbieter verfügen bereits über Cloud-Angebote. Ovum erwartet, dass BPMS in der Cloud auch künftig keine sehr große Rolle spielen wird, da die möglichen Kosteneinsparungen bei einem BPMS, bei dem meist eine enge Integration in die vorhandene Systemlandschaft erfolgt, wesentlich geringer sind als etwa bei einem CRM-System.

Download des Reports bei Bonita (Registrierung erforderlich).

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