Camunda unterstützt nun den kompletten Dreiklang aus BPMN, CMMN und DMN

14. Dezember 2015

BPMN Heatmap in CamundaMit dem jüngsten Release 7.4 unterstützt die Plattform des Berliner Open Source BPM-Spezialisten Camunda neben den Standards BPMN für strukturierte Prozesse und CMMN für das Case Management nun auch DMN (Decision Model and Notation) zur Modellierung komplexer Entscheidungen. Dabei wurde bislang nicht die grafische Notation implementiert, sondern die Entscheidungstabellen als zentrales Element zur Definition von Regeln. Die von Camunda entwickelte Decision Engine kann sowohl standalone genutzt, als auch aus BPMN-Prozessen und CMMN-Fällen heraus aufgerufen werden. Dabei wird eine Historie mitgeführt, so dass sich später nachvollziehen lässt, wie bestimmte Entscheidungen zustande kamen. In der kostenpflichtigen Enterprise Edition ist es außerdem möglich, Regeln live während der Prozessausführung zu editieren.

Eine weitere Neuigkeit ist der BPMN-Modeler, ein komplettes Modellierungswerkzeug, das auch separat von der BPM-Plattform genutzt werden kann. Dieses Tool wurde auf Basis der bereits seit einiger Zeit verfügbaren Web-Modellierungsumgebung bpmn.io entwickelt. Im Gegensatz zu bpmn.io handelt es sich beim BPMN-Modeler jedoch um ein Offline-Werkzeug, das nicht auf eine Internet-Anbindung angewiesen ist. bpmn.io ist auch für Entwickler interessant, die eine BPMN-Modellierung in ihre eigenen Anwendungen und Webseiten integrieren möchten. Dabei ist auch eine Anpassung möglich. Die Modellierungskomponente wird bereits von einigen unabhängigen Softwareherstellern als Tool zur Konfiguration ihrer prozessgesteuerten Anwendungen genutzt, z. T. mit einer gezielt für den Anwendungszweck eingeschränkten Modellierungspalette.

Zur Analyse der abgelaufenen Prozesse steht in der Enterprise Edition nun eine „BPMN Heatmap“ zur Verfügung. Dabei kann man sich in einem grafischen Prozessmodell durch entsprechende Farbmarkierungen anzeigen lassen, welche Pfade besonders häufig durchlaufen worden sind (vgl. die obige Abbildung). Auch unter der Haube der Process Engine hat sich einiges getan, z. B. Verbesserungen hinsichtlich Performance und Skalierbarkeit.

Weitere Neuerungen werden in dieser Webinar-Aufzeichnung vorgestellt.

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