Status Quo Prozessmanagement 2007 erschienen

14. Mai 2008

Das Kompetenzzentrum für Prozessmanagement hat mit einigen Partnern zum fünften Mal den aktuellen Stand des Prozessmanagements erhoben. 146 Unternehmen aus verschiedenen Branchen mit Schwerpunkten in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Industrie haben daran teilgenommen.

Einige Aussagen daraus:

  • Prozessmanagement wird unverändert als wichtig bis sehr wichtig betrachtet (zusammen 99%), 83% sehen künftig eine noch steigende Bedeutung des Themas.
  • Bei 64% ist das Thema nicht oder nur teilweise systematisch mit der Unternehmensstrategie verbunden.
  • Als wichtigste Managementmethode zur Unterstützung des Prozessmanagements wird die Kontinuierliche Verbesserung eingesetzt (76%).
  • Nur 21% haben die Rolle eines obersten Prozessverantwortlichen (Chief Process Officer, CPO) besetzt.
  • Seine wichtigsten Aufgaben sind der Aufbau und die Pflege des Prozessmodells, die Einordnung der Kernprozesse in die Unternehmensstrategie und die Prozessberatung.
  • Zumeist gehört er zum Bereich Operations (23%) oder Finanzen (19%).
  • 80% der teilnehmenden Unternehmen haben Prozessverantwortliche definiert.
  • Aber nur bei 29% haben diese auch Budgetverantwortung für die Prozesse.
  • 36% haben IT-Prozesse outgesourced. 30% betreiben kein Outsourcing, es folgen Logistik sowie Fuhrpark und Immobilienmanagement.
  • 21% haben ein vollständiges Prozessmodell, 41% arbeiten hauptsächlich an wichtigen Leistungsprozessen
  • Erreichte Vorteile des Prozessmanagements sind an erster Stelle ein besseres Verständnis des Geschäftsmodells, zweitens Qualitätssteigerungen, drittens kürzere Durchlaufzeiten.
  • Bei 50% der Unternehmen hat der Geschäftsbezug den Vorrang bei der Prozessgestaltung vor den in IT-Anwendungen standardisierten Prozessen.
  • Die wichtigsten IT-Systeme, die die Abläufe beeinflussen sind ERP-Systeme (63%), Eigenentwicklungen (49%), gefolgt von Workflow- und CRM-Systemen (je 40%)
  • 26% setzen bereits ein BPM-System ein, 13% planen dies konkret.
  • Beim Tooleinsatz stehen die fachliche Modellierung (79%) und die Publikation der Modelle (69%) im Vordergrund. 46% der Firmen, die Tools im Geschäftsprozessmanagement einsetzen, verwenden diese zur Workflow-Steuerung. Die in der Umfrage verwendete Abgrenzung zwischen BPM-System, BPM-Tool und Workflow-System geht allerdings nicht ganz klar aus der Veröffentlichung hervor.
  • Bei den verwendeten Modellierungsmethoden dominieren Flussdiagramme (44%) vor EPK (42%) und Swimlane-Diagrammen (37%). Es folgen UML (22%) und BPMN (17%).
  • Bei den eingesetzten Referenzmodellen führt ITIL mit 45% vor SAP-Referenzmodellen mit 35% und EFQM mit 23%.

Die Studie kann (nach Registrierung) hier heruntergeladen werden: http://www.bpm-expo.com/bpmexpo/opencms/fachinfo/Trend_und_studien/GPM2007

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