Forrester: Nutzen aus Enterprise Architecture-Informationen ziehen

13. Mai 2013

Tools für das Enterprise Architecture Management (EAM) ermöglichen es, Informationen über die Informationssystemlandschaft eines Unternehmens zu erfassen, zu modellieren und in einem Repository abzulegen. Zunehmend gewinnt auch die Abbildung der Business Architecture an Bedeutung, die u. a. die Unternehmensstrategie und die Geschäftsprozesse umfasst. Doch was fängt man konkret mit den ganzen gesammelten Informationen an? Heutige EAM-Suiten bieten laut Forresters aktueller Studie wesentlich mehr als die reine Modellierung. Viele Tools haben sich zwischenzeitlich zu umfangreichen Management-Plattformen gemausert.

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Sie unterstützen Planung, Portfolio Management und Governance, und bieten umfassende Visualisierungsmöglichkeiten. Damit werden auch neue Zielgruppen angesprochen. Rollenbasierte Dashboards, verbesserte Benutzbarkeit und einfachere Navigationsmöglichkeiten erleichtern auch solchen Nutzern den Zugang, die sich nicht hauptsächlich mit der Enterprise Architecture beschäftigen und nur gelegentlich Informationen benötigen. Cloud-basierte Angebote, Best Practices und vorgefertigte Lösungen, z. B. für den Mittelstand, erleichtern den Einstieg.

Manche der auf dem Markt verfügbaren Tools bringen eine fertige, erprobte Methodik mit. Hierdurch kann man schnell einsteigen und von der Erfahrung des Anbieters profitieren, die in die Methodik eingeflossen ist. Andere Tools wiederum erlauben ein umfangreiches Customizing und ermöglichen es, eine eigene Methodik zu definieren. Insbesondere größere Firmen, die ihre eigenen EAM-Methoden entwickelt haben, dürften diese Art von Tools bevorzugen.

Laut Forrester haben Unternehmen unterschiedliche Einsatzschwerpunkte beim Thema EAM. Bei manchen stehen Business-Fragen im Vordergrund, während andere eher technologiegetrieben an das Thema herangehen. Ebenso fokussieren einige eher auf strategische Fragen, andere auf Projekte. Entsprechend gibt es vier verschiedene „Archetypen“: Der „Business-Strategie“-Archetyp benötigt vor allem Funktionen für die strategische Planung und das Business IT-Alignment, wohingegen etwa ein Tool für den „Technologie-Projekt“-Archetypen vor allem die Auswahl und Verwaltung von Infrastruktur und Anwendungsplattformen unterstützen sollte. Der jeweilige Archetyp bestimmt also, welche Anforderungen für die Auswahl eines EAM-Tools wichtig sind. Andererseits sollte man dabei nicht vergessen, dass sich der Einsatzbereich im Laufe der Zeit durchaus erweitern könnte.

Für die Studie „The Forrester Wave: EA Management Suites, Q 2013“ wurden 10 EAM-Tools bewertet, die neben der reinen Modellierung auch Management, Governance und Analyse und eine größere Zahl von EA-Zielen unterstützen und dabei informative und verständliche Views für EA-Daten bieten. Vertreten sind die Hersteller alfabet, Avolution, BOC, Casewise, EAS, IBM, Mega, OpenText, Software AG und Troux.

Die Studie kann bei einigen dieser Anbieter heruntergeladen werden, z. B. auf der Troux-Website (Registrierung erforderlich).

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