Wenig Überraschendes in Forrester BPMS-Studie

3. November 2008

Kürzlich ist die neue Studie von Forrester über „Integration-Centric Business Process Management Suites“ erschienen. Es geht also um Prozessmanagement-Plattformen, die einen starken Fokus auf die Integration verschiedener Systeme legen. Typischerweise sind das Systeme, die aus dem Bereich der Enterprise Application Integration (EAI) stammen. Untersucht wurden lediglich die nach Marktanteil oder Bekanntheit führenden Systeme, die auch schon längere Zeit im Markt aktiv sind. Damit gelangten insgesamt nur zehn Anbieter in die Evaluierung, nämlich Cordys, IBM, Microsoft, Oracle, SAP, Software AG, Sterling, Sun, TIBCO und Vitria.

Fast alle untersuchten Produkte bieten umfassende Funktionalitäten in den Bereichen BPM, B2B (Business-to-Business, also die Anbindung von Geschäftspartnern), EAI, SOA und Anwendungs-Entwicklung. Lediglich Microsoft, Sterling und Sun fallen etwas ab, vor allem im Bereich BPM, also der Modellierung, Ausführung und Überwachung von Prozessen.

In die Untersuchung wurde auch BEA WebLogic einbezogen, wobei dessen Zukunft aufgrund der Übernahme von BEA durch Oracle im Moment noch unklar ist. Beim Kriterium „Strategie“ erhielt dieses Produkt daher die Bewertung „schwach“. Oracle ist auch mit seinen originären Produkten „SOA Suite“ und „BPA Suite“ in der Untersuchung vertreten.

In Forresters Bewertungsquadrant drängen mit den Dimensionen „Gegenwärtiges Angebot“ und „Strategie“ drängen sich in der rechten oberen Ecke somit – recht wenig überraschend – Software AG, IBM, TIBCO, Vitria, Oracle und SAP. Diese haben auch alle eine recht hohe Marktpräsenz, lediglich Vitria ist ein deutlich kleinerer Player.

Auch wenn die Studie einen ersten Überblick gibt, sind für eine konkrete Produktauswahl detailliertere Betrachtungen notwendig. Trotz ähnlicher Bewertungen können sich die betrachteten Tools hinsichtlich der Art, wie bestimmte Themen umgesetzt sind, deutlich unterscheiden. Trotz der zu beobachtenden Marktkonsolidierung könnte zudem auch der eine oder andere kleinere Anbieter interessant sein, der in der Studie nicht berücksichtigt wurde.

Der Report lässt sich – gegen Ablieferung der eigenen Kontakdaten – hier auf der Webseite von Vitria downloaden.

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