BPMN-Selbsttest

4. Dezember 2009

Einen webbasierten Selbstest, mit dem man seine BPMN-Kenntnisse überprüfen kann, bietet ein Team  der Humboldt-Universität Berlin und der Technischen Universität Eindhoven unter www.bpmn-selftest.org an. Ziel der Forscher ist es, Erkenntnisse über die Verständlichkeit von Prozessmodellen zu gewinnen und Hinweise für die geeignete Strukturierung von Modellen zu entwickeln.

Zunächst hat man die Möglichkeit, eine kleine Präsentation mit einer Zusammenfassung der wichtigsten BPMN-Elemente und ihrer Bedeutung anzusehen. Dann wird man um einige Angaben zu seinem Modellierungserfahrungen gebeten. Der eigentliche Selbsttest, der möglichst schnell bearbeitet werden soll, besteht darin, Fragen zu recht komplexen Modellen zu beantworten. Zum Beispiel geht es darum, zu erkennen, ob bestimmte Aktivitäten alle in einer Prozessinstanz durchlaufen werden können. Am Ende wird man um seine Einschätzung zur Verständlichkeit, dem Layout und der Komplexität der Modelle gefragt, bevor man die persönliche Auswertung des Tests erhält.

Das Ganze ist komplett anonym, allerdings hat man die Möglichkeit seine E-Mail anzugeben, wenn man ein Buch oder die Teilnahme an einer Schulung gewinnen möchte.

BPMN Selbsttest Ergebnis

Kategorie: BPMN, Modellierung 4 Kommentare »

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4 Reaktionen zu “BPMN-Selbsttest”

  1. Jakob Freund

    Hallo Herr Allweyer,

    was halten Sie denn von dem Selbsttest, was ist Ihre Einschätzung bzgl. der Aussagekraft des Testes?

    Beste Grüße

    Jakob Freund

  2. allweyer

    Bei dem Test geht es im Wesentlichen darum, umfangreiche Kontrollflüsse zu überblicken und zu verfolgen. Man kann damit also z. B. nicht feststellen, ob man die BPMN richtig und sinnvoll einsetzen kann – und ob man andere Konstrukte als Sequenzflüsse mit den verchiedenen Gateways versteht. Wobei Umfang und Komplexität, die in ein Diagramm gepackt wurden, meines Erachtens wesentlich zu hoch sind. Was die Kollegen aus dem Test ableiten wollen? Am ehesten lassen sich aus den verwendeten Modellen vielleicht noch Erkenntnisse darüber gewinnen, ob man die Nachvollziehbarkeit der Kontrollflusslogik durch ein geeignetes Layout verbessern kann.

  3. Gero Decker

    Der Test erinnert mich an eine Keynote von Google mit dem Titel „Socialize your app“. Ganz nach dem Motto: Will man Leute motivieren, sich mit BPMN zu beschäftigen, dann gebe man ihnen einfache eine BPMN-„App“ und versehe diese mit einem Highscore. Noch besser: Man kann live gegen andere User antreten und sieht immer, wo man gerade steht.

    ..und auf einmal hat jeder Spaß bei der Sache!

    Apropos Highscore: Jetzt gilt es 175 zu schlagen 😉
    http://twitpic.com/sp0xk

  4. Und noch ein BPMN-Selbsttest - Kurze Prozesse

    […] von dem BPMN-Test der Humboldt-Uni hat auch Bruce Silver einen BPMN-Selbstest online gestellt. Anders als bei den Kollegen aus Berlin […]