Nur 7% der Teilnehmer einer Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften haben laut eigener Einschätzung bereits einen recht hohen BPM-Reifegrad erreicht („Richtlinien und Methoden größtenteils eingeführt sowie kontinuierliche Verbesserung größtenteils etabliert“). An der Studie, die bereits von Martin Bartonitz auf dem Saperion Blog diskutiert worden ist, haben 219 Personen aus unterschiedlichen Unternehmen im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Als Haupthindernis für die Einführung von BPM wurde – wie auch schon in anderen Studien – die fehlende Unterstützung durch das Führungsteam genannt.
Bei nur 14% der Befragten werden die Geschäftsprozesse mehrheitlich oder vollständig von der Unternehmensstrategie abgeleitet.

Eigentlich zieht einen das herrliche Spätsommerwetter nach draußen in die schöne Seen-Landschaft hier in Potsdam. Dennoch ist das Interesse der Teilnehmer auch am zweiten Tag der
Gelegentlich wird subjektorientiertes BPM als Alternative zu herkömmlichen Prozessmanagementansätzen angepriesen. So nutzt beispielsweise die Firma
Vier BPMS-Hersteller traten gestern auf der DMS Expo in Stuttgart live gegeneinander an. Es galt, einen kleinen Prozess zu modellieren und zur Ausführung zu bringen. Die Rahmenbedingungen waren nicht ganz einfach: Insgesamt war nur eine Stunde vorgesehen. Das ist nicht viel, zumal für den umzusetzenden Angebotsprozess u. a. auch die Einbindung einer Kundendatenbank und eines Smartphone gefordert war. Das war den Prozessentwicklern zwar vorher mitgeteilt worden, doch den genauen Ablauf bekamen die vier Teams erst direkt vor Beginn der Veranstaltung mitgeteilt.
Manche Kundentage von Beratungs- und IT-Firmen sind langweilig oder nerven mit zu viel Marketing. Die Camunda wählte mit der ersten BPMCon vergangene Woche in Berlin ein anderes Konzept. Vorträge im klassischen Sinne gab es nur sehr wenige. Dafür konnten die Teilnehmer in Workshops selbst aktiv werden. Und am Abend gab es noch eine „Pecha Kucha“-Session mit Kurzvorträgen über Projekte und innovative Ansätze zum BPM.
Zum Abschluss der BPM 2011 hielt der australische Modellierungsexperte Daniel Moody ein Tutorial über den Entwurf grafischer Modellierungsnotationen. Dieses Tutorial bildete aus meiner Sicht einen weiteren Höhepunkt der Tagung. Leider verzögerte sich der Beginn aufgrund eines Streiks des öffentlichen Nahverkehrs, so dass ich es nur teilweise mitbekam. Moody beschäftigt sich aus wissenschaftlicher Sicht damit, wie gut verständlich eine Notation ist. Und er stellt den meisten grafischen Notationen ein schlechtes Zeugnis aus. Bei den meisten grafischen Notationen seien die damit erstellten Modelle nachweislich ineffizienter als textuelle Beschreibung. Insbesondere für Fachanwender seien die Diagramme sehr schwer verständlich.